Musiol zu Kindergeld: Mareks Njet diskriminiert Kinder von AlleinerzieherInnen

Grüne sichern Frauenministerin volle Unterstützung zu

Wien (OTS) - "Entweder kann sich Staatssekretärin Marek gegen die Betonfraktion in der ÖVP nicht durchsetzen oder sie teilt deren antiquiertes Familienbild, wonach AlleinerzieherInnen höchstens Familie zweiter Klasse sind. Anders ist ihr Njet zur vollen Bezugsdauer des Kindergeldes auch für AlleinerzieherInnen nicht erklärbar. Die Grünen sichern im Gegenzug Frauenministerin Heinisch-Hosek die volle Unterstützung in dieser Causa zu", erklärt heute Familiensprecherin Daniela Musiol.

Offensichtlich braucht die ÖVP ein bisschen Nachhilfe: Fast jede zweite Ehe wird geschieden, die Zahl der Alleinerziehenden nimmt stetig zu. Dazu kommt, dass Alleinerziehende ein erhöhtes Armutsrisiko haben. "Offensichtlich will die ÖVP und Staatssekretärin Marek nicht in der Realität des 21. Jahrhunderts ankommen. Damit diskriminiert sie weiter Kinder von AlleinerzieherInnen", so Musiol.

Die eklatante Benachteiligung von Alleinerziehenden im System des Kinderbetreuungsgeldes gehört dringend beseitigt. Die Einführung des einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeldes wäre der beste Anlass dafür. "Es ist nicht einzusehen, weswegen Paare durch die Teilung mit einem Partner jeweils mehr Monate in Anspruch nehmen können, als Alleinerziehende. "Mareks Argument, es gebe nicht genug Geld, ist zynisch. Für erziehende Paare ist das Geld vorhanden. Alleinerziehende dagegen sollen sich hinten anstellen und mit ihren Bedürfnissen warten. Staatssekretärin Mareks Handeln ist schlicht eine große Enttäuschung", so Musiol.

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