ARBÖ: Neuer Ärger mit slowenischem Maut-Wucher

Wer neue Monatsvignette Tage vor Antritt der Reise kauft, verliert

Wien (OTS) - Mit 1. Juli 2009 traten neuen, teure Vignettenpreise
in Slowenien in Kraft - trotz massiver Kritik auch von Seiten der EU. Für neuen Ärger sorgt die neue Monatsvignette, berichtet der ARBÖ. "Slowenien verlangt dafür zwar stolze 30 Euro und damit fast gleich viel wie bisher für sechs Monate. Slowenien findet es aber nicht einmal der Mühe wert, den Käufern eine eigene Monatsvignette anzubieten, sondern zwingt die Autofahrer dazu, die alte Halbjahresvignette zu verwenden", kritisiert der ARBÖ.

Slowenien erspart sich damit eine Menge Kosten auf dem Rücken der zahlenden Kundschaft. "Wir als Verkäufer dürfen die Monatsvignette laut Aussendung der slowenischen Mautgesellschaft DARS nicht auf Kundenwunsch vorstanzen, sondern müssen genau den Tag des Verkaufs lochen. Ab dem Verkaufstag beginnt die Zeituhr abzulaufen", berichtet Wolfgang Stangl, Leiter der ARBÖ-Buchhaltung. Wer sich also ein paar Tage vor der Abreise - stressmindernd - die Vignette kauft, "verliert" diese Tage bis zur Einreise in Slowenien. Im Extremfall kann es also passieren, dass man für die Rückreise eine neue Vignette braucht, kritisiert der ARBÖ und damit mindestens noch einmal 15 Euro für eine Wochenvignette hinblättern muss. Dasselbe Problem stellt sich für Reisende aus dem entfernten Holland oder aus dem Norden Deutschlands, die ja längere Reisezeiten haben.

Der ARBÖ rät in solchen Fällen, sich mit gleich zwei Wochenvignetten einzudecken. Diese kosten zusammen zwar auch 30 Euro (gleichviel wie eine Monatsvignette). Anders als die Monatsvignette ist es bei den Wochenvignetten erlaubt, das Datum genau auf Wunsch der Kunden vorzulochen.

Immer wieder berichten Medien, dass bei den Mautkontrollen in Slowenien auch die Rechnung verlangt wird. "Rein rechtlich ist es zwar keineswegs notwendig, die Rechnung mitzuführen und vorzuweisen. Das haben wir von der slowenischen Autobahngesellschaft DARS auf unsere konkrete Anfrage bestätigt bekommen", informiert Dr. Ralf Hasler, Leiter des ARBÖ-Rechtsreferates. Um etwaigen Schwierigkeiten aus dem Weg zu gehen empfiehlt der ARBÖ trotzdem, die Rechnung mitzunehmen. Ein wichtiger Tipp des ARBÖ: Die Rechnung auf alle Fälle aufbewahren! Falls die EU - wie angedroht - ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Slowenien verhängt, kriegen nur jene Geld zurück, die diese Ausgaben auch belegen können.

Wie berichtet gelten alle Halbjahresvignetten, die vor dem 1. Juli 2009 gekauft worden sind nach wie vor in vollem Umfang. Eine am 28. Juni 2009 für 35 Euro gekaufte Halbjahresvignette gilt bis zum 28 Dezember 2009. Viele haben damit dem jetzigen Mautwucher Sloweniens ein Schnippchen geschlagen, vor allem Vielfahrer und Personen, die länger als einen Monat ausbleiben.

Alle Vignetten sind beim ARBÖ erhältlich. Hier die neuen Vignettenpreise im Überblick:

Für zweispurige Fahrzeuge bis zu einem höchstzulässigen Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen:
* Jahresvignette: 95 Euro
* Monatsvignette: 30 Euro
* Wochenvignette: 15 Euro

Für einspurige Fahrzeuge:
* Jahresvignette: 47,50 Euro
* Halbjahresvignette: 25 Euro
* Wochenvignette: 7,50 Euro

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