Brunnenmarkt: Abschluss des dritten Bauabschnitts bringt weitere Aufwertung für gesamtes Grätzel

Sanierung soll im ersten Halbjahr 2010 komplett abgeschlossen sein

Wien (SPW-K) - Die Aufwertung des Brunnenmarkts geht in die Endphase. Heute haben Bürgermeister Dr. Michael Häupl, Stadträtin Sandra Frauenberger und Ottakrings Bezirksvorsteher Franz Prokop feierlich den fertig gestellten dritten Bauabschnitt eröffnet.
Eine neue Pflasterung markiert jetzt sowohl Marktgebiete, als auch besondere Punkte im Bereich des Brunnenmarktes durch spezielles Design. Neue Sitzmöbel laden zum Verweilen ein. Außerdem liegt am Brunnenmarkt alles auf einer Ebene: es gibt keine erhöhten Gehsteige, sondern nur eine große Fläche, auf der FußgängerInnen Vorrang haben.

"Der Baufortschritt in diesem Grätzel macht den Brunnenmarkt zu einem Nahversorger-Paradies mitten in Wien", sagt Bürgermeister Dr. Michael Häupl, "das zeigt, dass die Stadt mit
ihrem Sanierungsprogramm für die Wiener Märkte goldrichtig handelt. Die Wienerinnen und Wiener setzen beim täglichen Einkauf auf Qualität und die finden sie hier - und das mit modernster Infrastruktur." Auch die zuständige Stadträtin Sandra Frauenberger zeigt sich mit der positiven Entwicklung des Grätzels zufrieden: "Die Wiener Märkte spiegeln die Offenheit und Buntheit der Stadt wider. Sie zu fördern, heißt auch einen Beitrag zur Erhaltung der Lebendigkeit und Vielfalt in dieser Stadt zu leisten. Die Stadt Wien investiert zwischen 2009 und 2015 23,3 Millionen Euro in die Sanierung und Belebung der Wiener Märkte und damit in eine qualitätsvolle Nahversorgung in Wien."

Für den Brunnenmarkt beträgt das Gesamtbudget seit 2005 rund 5 Millionen Euro. Bereits saniert wurden die Abschnitte Payergasse/Friedmanngasse, Neulerchenfelderstraße/Grundsteingasse und aktuell der Bereich Grundsteingasse/Thaliastraße.
Aber nicht nur die Infrastruktur des Marktes selbst, sondern der gesamte Bereich um den Brunnenmarkt hat Verbesserungen erfahren. So ist etwa das "Kadlec"-Gebäude denkmalpflegerisch saniert und um ein neues Wohnhaus erweitert worden. Außerdem gibt es dort nun Sitzbänke und einen Wasserspender. Im Sinne der Verkehrssicherheit sind die Gehsteige vorgezogen worden, die Ampeln im Bereich Neulerchenfelder-und Thaliastraße werden in den kommenden Wochen ebenfalls erneuert. Das ehemalige Textilkaufhaus "Osei" ist nach seiner Gründerfamilie Dichter umbenannt worden. Die Familie war im zweiten Weltkrieg enteignet worden und musste vor den Nazis fliehen. Nun erinnert eine Gedenktafel an die tragische Geschichte der Familie Dichter. Mit diesem Akt will man auch ein Zeichen der Versöhnung mit der alten Heimat in Richtung der Enkel des Kaufhausgründers, dem Musikkritiker und Komponisten Prof. Walter Arlen und seiner Schwester Edith Arlen-Wachtel setzen. Die beiden sind in Wien geboren und mussten vor den Nazis ins Ausland fliehen.

Insgesamt werden derzeit rund 40 Millionen Euro in Sanierung und Neubau von Wohnhäusern in diesem Stadtteil investiert. "Die Modernisierung des Grätzels ist ein Wirtschaftsimpuls und eine Initialzündung für das Grätzel und den ganzen Bezirk", freut sich Bezirksvorsteher Franz Prokop über die Entwicklung.

Außerdem haben Bürgermeister Dr. Michael Häupl, Stadträtin Sandra Frauenberger und Bezirksvorsteher Franz Prokop heute den Spatenstich für den vierten Bauabschnitt im Bereich Friedmanngasse/Gaullachergasse vorgenommen.
Im Herbst soll schließlich die Sanierung der Umgebung des Brunnenmarkts in Angriff genommen werden: Dann startet die Umgestaltung des Yppenplatzes und bereits im kommenden Frühjahr soll hier ein urbaner, moderner Erholungs- und Freiraum zur Verfügung stehen. Geplant sind mehr Grünflächen, die Pflanzung 24 neuer Bäume, Ruhezonen mit Kinderspielplatz und vieles mehr.

Wie attraktiv das Viertel bereits ist, zeigen unter anderem der bunte Gastronomie-Mix am Yppenplatz und die Tatsache, dass der Brunnenmarkt mit seiner hohen Besucherfrequenz von 59.000 pro Woche den Naschmarkt bereits überholt hat und damit der am besten besuchte Markt in Wien ist.
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