Leitl zu Arbeitsmarkt: Jetzt Ein-Personen-Unternehmen motivieren, den ersten Mitarbeiter einzustellen

Arbeitsmarktpaket II bringt deutliche Verbesserungen in angespannter Jobsituation

Wien (PWK518) - Insbesondere die Verbesserungen bei der Kurzarbeit sowie die Förderung der Anstellung des ersten jungen Mitarbeiters eines Ein-Personen-Unternehmens durch den Wegfall der Arbeitgebersozialversicherungsbeiträge im ersten Jahr sind "echte Job-Hilfen. Es sind Maßnahmen für Junge, die einen Job suchen, für Beschäftigte, die um ihren Arbeitsplatz fürchten und für Betriebe, die nun Unterstützung für das Halten ihrer Mitarbeiter erhalten bzw. wachsen wollen", betont der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, Christoph Leitl: "Die Wachstumshilfe für Ein-Personen-Unternehmen kommt ab 1. September. Das ist eine große Chance für alle Beteiligten."

Angesichts der im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen Arbeitslosenzahlen in Österreich ist es für Leitl wichtig, dass nun alle Anstrengungen gefördert werden, um die vorhandene Beschäftigung zu halten: "Der Grundsatz lautet ‚Beschäftigung gestalten, nicht Arbeitslosigkeit verwalten‘. Das Arbeitsmarktpaket II, das mit 1. Juli in Kraft treten wird, kommt gerade zum richtigen Zeitpunkt und leistet hier einen wertvollen Beitrag." Politische Forderungen, die die Betriebe in der derzeit schwierigen Situation einschränken oder Arbeitslosigkeit verfestigen, seien jedenfalls nicht zielführend.

Zudem werde der Kombilohn neu ab 1.7.2009 wirksam. Ziel ist, arbeitslosen Personen neue Anreize zu geben, auch Arbeitsplätze anzunehmen, die geringer entlohnt sind. Auch für Unternehmen sollte es damit leichter werden, trotz Krise, in neue Arbeitsplätze zu investieren. Gleichzeitig wurde auch die Eingliederungsbeihilfe für die Unternehmen besser dotiert. In Hinblick auf die Jugendarbeitslosigkeit wurde die Gründung einer eigenen Stiftung vereinbart, um Jugendliche auszubilden und an Unternehmen zu vermitteln. Konzept und Finanzierung dieser Stiftung seien auf Schiene, einen Gutteil der Kosten hierfür trage die Wirtschaft. "Alles in allem ist nun ein Paket geschnürt, das zielgerichtet auf die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes abstellt", so Leitl.

Rund 40 Prozent des heimischen Außenhandels werden mit dem deutschen Nachbarn abgewickelt. Deshalb sei die Annäherung der heimischen Kurzarbeitsregelung an die deutsche sehr zu begrüßen, da dadurch die Angleichung der Bedingungen im Standortwettbewerb ermöglicht wird. In diesem Zusammenhang begrüßte Leitl auch das gestern, Dienstagabend, im parlamentarischen Finanzausschuss beschlossene so genannte Liquiditätsstärkungsgesetz, das zehn Mrd. Euro an Staatsgarantien für heimische Schlüsselunternehmen vorsieht. Mit der Staatshaftung für Leitbetriebe wird dort die Liquidität verbessert, werden Arbeitsplätze bei den Schlüsselunternehmen gesichert. Zugleich ist die staatliche Unterstützung aber auch eine Hilfe für viele kleine und mittlere Zulieferbetriebe. (us)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
Abteilung für Sozialpolitik und Gesundheit
Dr. Martin Gleitsmann
Tel: +43 (0)5 90 900 4286
Fax: +43 (0)5 90 900 3588

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0005