Fekter: Sicherheit gestalten bedeutet international eng zusammenzuarbeiten

Innenministerin besucht Interpol in Lyon

Wien (OTS) - "Interpol ist die wichtigste und größte internationale Organisation zur Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität. Um Österreich zum sichersten Land der Welt zu machen, ist eine enge internationale Zusammenarbeit unverzichtbar. Österreich arbeitet daher auf operativer und strategischer Ebene intensiv mit Interpol zusammen", sagte Innenministerin Maria Fekter anlässlich ihres Besuchs bei Interpol in Lyon am 1. Juli 2009.

Das derzeit größte und wichtigste Projekt auf strategischer Ebene ist die Ansiedelung der 1. Anti-Korruptionsakademie in Österreich (Laxenburg). "Wir sind mit der Unterzeichnung eines entsprechenden Partnerschaftsabkommens heute zwischen Interpol, den Vereinten Nationen und Österreich der Errichtung einen wichtigen Schritt näher gekommen", sagte Fekter. Das Institut soll eine umfassende Ausbildungseinrichtung für Korruptionsbekämpfer der 187 Mitgliedsländer der Polizei-Organisation werden.

Darüber hinaus gibt es weitere Schwerpunkte:

1. Projekt ILECU’s (International Law Enforcement Coordination Units): Es sieht die Errichtung internationaler Koordinationseinheiten vor und verfolgt neben einer
effektiveren und effizienteren grenzüberschreitenden Strafverfolgung vor allem auch eine wirksame Bekämpfung der organisierten Kriminalität in den Westbalkan Staaten (Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kroatien, die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Montenegro, Serbien).

Das Projekt wird gemeinsam mit Rumänien und Slowenien als Projektpartner mit folgenden internationalen Institutionen durchgeführt: EUROJUST, SECCI, FRONTEX, OLAF, EUROPOL und INTERPOL.

2. Österreich arbeitet mit Interpol und weiteren Staaten erfolgreich gegen Tätergruppierungen aus Ex-Jugoslawien zusammen, die sich auf Raubüberfälle auf Nobeljuweliere und Villeneinbrüche spezialisiert haben.

3. Im Bereich der Kinderpornographie existiert eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Bundeskriminalamt (Meldestelle für Kinderpornographie) und Interpol zur Ausforschung von Opfern und Tätern von Kindesmissbrauch. "Allein 2008 hat die Meldestelle 5.238 Meldungen von Internetbenutzern und in- und ausländischen Polizeidienstellen verzeichnet - davon 1.994 mit Österreichbezug", sagte Fekter.

4. Im Bereich der Wirtschafts- und Finanzkriminalität, insbesonders bei der Geldwäsche, gibt es ebenfalls eine sehr enge Zusammenarbeit. Österreichische Geldwäscheexperten wirken an verschiedenen Interpol-Projekten aktiv mit.

Im operativen Bereich finden bei allen großen Fahndungsfällen Datenabfragen und ein ständiger Kontakt mit dem in Lyon angesiedelten Command and Coordination Centre (CCC) statt. Auch zur Bekämpfung der osteuropäischen Organisierten Kriminalität gibt es einen ständigen Informationsaustausch und Analyseauswertungen.

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