Heinisch-Hosek: Frauenfeindliche und rassistische Musikgruppen gehören nicht in den ORF

ORF ist dazu verpflichtet, zum Abbau von Vorurteilen beizutragen

Wien (SK) - Mit Entsetzen reagierte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek auf das frauenfeindliche Online-Spiel, das die Musikgruppe "Die Ursprung-Buam" auf ihrer Homepage propagiert. Noch schlimmer sei es, dass die Musikgruppe, die dieses Spiel bewirbt, in der ORF-Sendung "Wenn die Musi spielt" auftreten werde. Es sei nicht zu dulden, dass eine Band, die Gewalt gegen Frauen bewirbt, im öffentlich rechtlichen Rundfunk auftrete, machte Heinisch-Hosek deutlich.

"Ich verlange vom ORF, dass diese frauenfeindliche und rassistische Musikgruppe ausgeladen wird", so die Frauenministerin weiter. Der ORF habe den gesetzlichen Programmauftrag, die Gleichberechtigung von Frauen und Männern in der Programmgestaltung zu berücksichtigen. Die Musikgruppe fiel in der Vergangenheit auch durch die Herabwürdigung von Muslimen in Liedtexten auf. Gerade in Zeiten wachsender Fremdenfeindlichkeit ist es "sehr problematisch, mit solchen Vorurteilen zu spielen" so Heinisch-Hosek. "Frauenfeindliche und rassistische Musikgruppen gehören nicht in den ORF. Der ORF ist gesetzlich dazu verpflichtet, zum Abbau von Vorurteilen, insbesondere auch aufgrund des Geschlechts, beizutragen. Ich werde umgehend mit den Verantwortlichen im ORF Kontakt aufnehmen", kündigte die Frauenministerin abschließend an. (Schluss) mx

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