Brunner zu Klimawandel: "Umweltminister schläft vor sich hin"

Berlakovich sieht trotz Warnungen von Klimaforschern zu, wie Klimaschutzziele nicht erreicht werden

Wien (OTS) - "Minister Berlakovich schläft beim Klimaschutz vor sich hin", erklärte die Umweltsprecherin der Grünen, Christiane Brunner. "Klimaforscher, wie Helga Kromp-Kolb heute im ORF-Mittagsjournal, werden nicht müde, die Dringlichkeit des Klimaschutzes einzufordern, aber Berlakovich kann offenbar die Regierung nicht darauf einschwören, die eigenen Klimaziele zu erfüllen." Brunner forderte klare Schritte in Richtung CO2-Reduktion zu setzen. Berlakovich bringe hier nichts ein. "Er redet viel von Klimaschutz und Energieautarkie und wenn es darauf ankommt, wird er vom Wirtschaftsminister overruled, wie etwa bei der Umweltverträglichkeitsprüfung, wo der Klimaschutz unter die Räder gekommen ist."

Für die Grünen wird die Klimakonferenz in Kopenhagen und dabei das Verhalten von Österreich und der EU entscheidend sein. "Die Industriestaaten müssen sich endlich bewegen, damit im Dezember bei der großen Klimakonferenz in Kopenhagen ein internationales Abkommen zustande kommt, das den Herausforderungen des globalen Klimawandels gerecht wird." Derzeit blockierten sich die Industriestaaten gegenseitig, statt beim Klimaschutz voranzugehen. Brunner fordert von Österreich und der EU, eine Vorreiterrolle einzunehmen. "Die Lage ist in der Tat dramatisch: die Industriestaaten müssen bis 2020 25 - 40% ihrer CO2-Emissionen reduzieren und bis 2050 sogar 80%, um den globalen Temperaturanstieg bei den für Menschen verträglichen +2 Grad Celius zu halten. "Wenn uns das nicht gelingt, sind die Folgen unabschätzbar", warnte Brunner.

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