Hochwasser: Verteidigungsminister Darabos dankt Soldaten bei Besuch in Güssing

Rund 800 Soldaten noch im Einsatz, Schwergewicht liegt in Sicherungsmaßnahmen

BMLVS (OTS) - Verteidigungsminister Norbert Darabos hat heute vormittag gemeinsam mit dem burgenländischen Landeshauptmann Hans Niessl die Soldatinnen und Soldaten im Hochwassergebiet in Güssing besucht. Schwere Regenfälle hatten auch das Burgenland heimgesucht. Zur Zeit stehen rund 200 Soldaten und Soldatinnen des Jägerbataillons 19 in den Räumen Oberwart Pinkafeld und Güssing im Assistenzeinsatz. Das Schwergewicht der Tätigkeiten liegt in Sicherungsmaßnahmen. Das Befüllen und Verarbeiten von Sandsäcken und das Öffnen von Verklausungen gehören ebenso dazu wie verschiedene Transportaufgaben und Evakuierungsmaßnahmen. Außerdem versorgte das Bundesheer wegen zahlreicher Stromausfälle im Raum Güssing die Bevölkerung mit Tee und Kaffee. Seit Mittag sind überdies auch im Nordburgenland Einsatzkräfte des Truppenübungsplatzes Bruckneudorf mit 35 Soldaten unterwegs.

In der Gemeinde Güttenbach (Bezirk Güssing) konnte sich Verteidigungsminister Darabos von den Leistungen der Assistensoldaten überzeugen:"Ich danke allen Bundesheersoldaten und Soldatinnen und allen anderen Helfern für Ihren Einsatz. Das Österreichische Bundesheer zeigt einmal mehr, dass es stets bereit ist, wenn die Bevölkerung Schutz und Hilfe braucht." Der Verteidigungsminister rechnet mit weiteren Einsätzen in den kommenden Tagen: "Die Situation ist leider noch nicht ausgestanden".

Auch in Niederösterreich läuft der Assistenzeinsatz des Österreichischen Bundesheeres über das Wochenende weiter.
Zur Zeit stehen in Niederösterreich rund 550 Soldaten in den Bezirken Wiener Neustadt, Krems, Melk und Scheibbs im Assistenzeinsatz.

Nach den schweren Unwettern am Freitagabend hat das Militärkommando Niederösterreich noch in der Nacht zum Samstag umgehend Pionier- und ABC-Abwehrkräfte nach Klingfurth (Bezirk Wiener Neustadt) abkommandiert. Seit Samstagmorgen sind die Soldaten im Kessel von Klingfurth mit Hangsicherungsarbeiten beschäftigt. Die Pioniere gelten als Spezialisten im Wegebau und sind mit schwerem Gerät, wie etwa Bagger und Radlader, ausgerüstet. Zudem verfügen sie über Faltstraßen, mit denen sumpfiges oder morastiges Terrain für Fahrzeuge befahrbar gemacht werden kann.

Die Wiederherstellungsarbeiten an der öffentlichen Infrastruktur in den Gemeinden Weißenkirchen, Spitz, Ybbsitz, Melk und Petzenkirchen gehen indessen unvermindert weiter. Ein Ende der Hilfeleistungseinsätze des Bundesheeres ist derzeit nicht absehbar.

In der Steiermark hingegen hat sich die Lage etwas entspannt. Zur Zeit sind 55 Soldaten mit Aufräumungsarbeiten in den Räumen Hatzendorf, Riegersburg, Lopiersodorf und Großwilfleinsdorf beschäftigt.

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