Mölzer: Kärntner Landtagspräsident brüskiert das Europäische Parlament

Keine Verleihung des "Europäischen Bürgerpreises" an Kärntner Konsensgruppe im Wappensaal des Landhauses - Josef Lobnig ist kleinkarierter Provinzpolitiker

Wien (OTS) - Als lächerlich und provinziell bezeichnet der freiheitliche EU-Abgeordnete Andreas Mölzer die Entscheidung des Kärntner Landtagspräsidenten Josef Lobnig (BZÖ), den Wappensaal des Kärntner Landhauses nicht für die Verleihung des "Europäischen Bürgerpreises" an die Kärntner Konsensgruppe zur Verfügung zu stellen. "Dieser Preis wird erstmals vergeben, und die Kärntner Konsensgruppe, insbesondere der Kärntner Heimatdienst und der Zentralverband slowenischer Organisationen, haben in den letzten Jahren eine hervorragende Verständigungsarbeit geleistet. Vor diesem Hintergrund ist Lobnigs Haltung um so unverständlicher", so Mölzer weiter, der selbst zum achtköpfigen Vorstand des Kärntner Heimatdienstes gehört.

Weiters sieht der freiheitliche EU-Mandatar politische Motive hinter Lobnigs Entscheidung. "Offenbar paßt es Lobnig nicht, daß der Kärntner Heimatdienst nicht nach der Pfeife des BZÖ tanzt. Zudem scheint Lobnig noch in den nationalen Auseinandersetzungen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts verfangen zu sein, obwohl heute keine Gefahr der Slowenisierung Südkärntens mehr besteht", betont Mölzer. Kärnten habe vielmehr, wie die meisten anderen historisch gewachsenen Regionen Europas, durch Massenzuwanderung, Parallelgesellschaften und drohender Islamisierung Probleme von ganz anderer Dimension. Vor diesem Hintergrund sei ein gutes Einvernehmen mit einer seit mehr als einem Jahrtausend im Lande lebenden ethnischen Minderheit nicht nur ein geringfügiges Problem, sondern ein Gebot der Vernunft im Sinne einer gedeihlichen europäischen Zukunft, meint der freiheitliche EU-Abgeordnete.

Insgesamt bedeute daher die Verweigerung der Verleihung des "Europäischen Bürgerpreises" im Wappensaal des Landhauses nicht nur einen Imageschaden für Kärnten, sondern auch eine Brüskierung des Europäischen Parlaments. "Denn immerhin wird an der Preisverleihung auch Miguel Angel Martinez, der Vizepräsident des Europäischen Parlaments, teil. Aber das scheint dem kleinkarierten Provinzpolitiker Lobnig gleichgültig zu sein", schließt Mölzer, der mit seiner Kritik am Landtagspräsidenten seinen ausdrücklichen Respekt für den scheidenden EU-Abgeordneten der SPÖ, Wolfgang Bulfon, verbindet, auf dessen Initiative hin der Bürgerpreis an die Kärntner Konsensgruppe verliehen wurde.

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