Neue "KÄRNTNER TAGESZEITUNG" - Kommentar: Der entmenschte Mensch (von Claudia Grabner)

Ausgabe 25. Juni 2009

Klagenfurt (OTS) - Wessen Geistes Kind sie ist - man hat es
gewusst. Sie hat sich nie darum geschert, es uns immer wieder klarzumachen. Ihr Hardlinertum war Markenzeichen. HC Stracherisch ist sie hausieren gegangen mit ihrer Gnadenlosigkeit gegen alles, was nach bösen Eindringlingen roch. Sie konnte - so musste man glauben -irgendwann mit nichts mehr überraschen. Letztlich: Sie HAT überrascht. Sie, Innenministerin Maria Fekter. 130 ständige Arbeitsplätze, fünf Millionen Euro Wertschöpfung und das alles krisenfest! Ein Flüchtlingslager als Okkasion ...

Was das heißt? In Österreich wirft eine Ministerin Menschen von jenseits der Grenze in einem Preisausschreiben auf den Markt. Ware. Menschenfleisch. Krisensicher lässt sich damit Kohle machen. Das kapitalistische Prinzip - es vollendet sich in seiner Pervertierung. Der entmenschte Mensch. Entblößt zum Faktor Geld. Zum Hauptgewinn in einem Schauermärchen entwürdigt. Maria Fekter sei Dank. Und all jenen, die sprach- und tatenlos zusehen. Wessen Geistes Kinder sind sie?

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