Neues Volksblatt: "Sozial?" (von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 25. Juni 2009

Linz (OTS) - Die Lasten im Asylbereich sind ungerecht verteilt; sowohl innerhalb Europas als auch in Österreich zwischen den Bundesländern.
In Österreich kommen die ÖVP-geführten Bundesländer Oberösterreich und Niederösterreich mit den Erstaufnahmezentren Thalham und Traiskirchen ihren humanitären Aufgaben in diesem Bereich nach. Unbestritten ist aber, dass auch im Süden der Republik eine solche Einrichtung gebraucht wird, denn nicht aller Asylan-
ten können in den bestehenden Zentren untergebracht werden.
Wie ihre Vorgänger bemüht sich auch Innenministerin Maria Fekter, im Süden einen Standort für ein weiteres Erstaufnahmezentrum zu finden -und stößt dabei auf erbitterten Widerstand. Nicht nur von FPÖ und BZÖ, was zu erwarten war, auch der sozialdemokratische steirische Landeshauptmann Franz Voves und sein Genosse Peter Rezar, Soziallandesrat im Burgenland, lehnten ab. "Strikt", wie Voves betonte. Man habe das der Ministerin ohnehin schon mitgeteilt, die Sozis sind daher verwundert, dass Fekter wieder damit anfängt.
So einfach können Sozis humanitäre Verpflichtungen beiseite schieben, so schnell können Sozis die Solidarität, angeblich eine der Grundfesten ihrer Partei, über Bord werfen.
Aber wen wundert's noch?

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