Direktor der Albertina ordnet eine Evakuierung der Depots der Albertina an

Wien (OTS) - Nach einem Wassereinbruch in das Hochsicherheitsdepot der Albertina wurden die bedeutendsten Kunstwerke in Sicherheit gebraucht sowie sektorenweise betroffene Bereiche in den letzten 24 Stunden geräumt.

Bis jetzt sind keinerlei Schäden an irgendwelchen Kunstwerken aufgetaucht, einzig die Verpackungen und Schutzkassetten weisen Nässeschäden auf. Nach einer Sitzung mit allen Bauverantwortlichen, zu der auch die Burghauptmannschaft geladen war, wird ab sofort mit einer Ursachenfeststellung begonnen. Ein Auftrag an unabhängige Gutachter ist bereits erfolgt.

Da derzeit die Ursache für den Wassereinbruch nicht geklärt werden kann und um jegliches Restrisiko für die Kunstwerke auszuschließen, hat Dr. Klaus Albrecht Schröder um 16:30 Uhr eine gesamte Evakuierung der Sammlung und eine Räumung des Depots angeordnet. Von dieser Maßnahme sind etwa 950.000 Kunstwerke betroffen. Die Vorbereitungen dafür wurden prophylaktisch bereits eine Stunde nach Auftauchen des ersten Wasserschadens in die Wege geleitet. Aufgrund des logistischen Aufwandes kann mit der Räumung erst morgen um 8:00 Uhr begonnen werden.

Die Sammlung wird während der Zeit der Auslagerung nicht zugänglich sein. Der Studiensaalbetrieb muss in dieser Zeit eingestellt werden.

"So wichtig es ist, zu eruieren, was zu diesem Wassereinbruch geführt hat - Planungsfehler, Baumängel, Materialermüdung oder anderes - so sehr steht doch für mich der Schutz der Kunstwerke im Vordergrund. Wir können nicht riskieren, dass bei einem abermaligen Wassereinbruch diese unermesslichen Schätze der Albertina gefährdet wären. Ich habe über meine Entscheidung der Evakuierung der Sammlung Fr. Bundesministerin Dr. Claudia Schmied und das Kuratorium der Albertina informiert."

Die Räumung und der Abtransport der Sammlung darf aus Sicherheitsgründen weder fotografiert noch gefilmt werden.

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