Glaser: Kooperation von Parlamenten stärkt Entwicklungszusammenarbeit

Austausch von Know-how und Personal vertiefen, Vertrauen durch Kontrolle aufbauen

Wien (ÖVP-PK) - "Die Zusammenarbeit von europäischen und afrikanischen Parlamenten ist ein wichtiger Beitrag, um gemeinsame entwicklungspolitische Ziele zu erreichen. So wie der Marshall-Plan für Europa oder das Ziel-1-Programm für das Burgenland das Ziel hatten, strukturelle Nachteile von Regionen abzubauen, brauchen wir auch in der Entwicklungszusammenarbeit (EZA) solche Programme und Projekte. Parlamente haben die Rolle, diese Prozesse zu begleiten und zu kontrollieren, um gegenseitiges Vertrauen aufzubauen. Auch der Austausch von Know-how und Personal ist ein wichtiges Element." Das meinte Abg. Franz Glaser, ÖVP-Sprecher für Entwicklungszusammenarbeit, bei einer Diskussionsveranstaltung im Parlament, bei der es heute um die Wirksamkeit entwicklungspolitischer Hilfe ging. ****

"Als Institution trägt das österreichische Parlament durch die Arbeit im EZA-Unterausschuss sowie durch Veranstaltungen und Informationsaktivitäten dazu bei, die Anliegen der EZA zu vertreten. Im Sinne einer kohärenten Politik ist es auch, entwicklungspolitische Inhalte in andere Ausschüsse einfließen zu lassen. Nicht zuletzt ist der parlamentarische Nord-Süd-Dialog, der vor allem die Kooperation mit dem Parlament von Mozambique umfasst, ein guter Ansatz zur Vertiefung", stellte Glaser fest.

"Darüber hinaus ist aber auch jeder einzelne Abgeordnete aufgerufen, in der Bevölkerung und in seinem Umfeld die Bedeutung der EZA zu vermitteln. Denn viele Probleme der Entwicklungsländer betreffen direkt oder indirekt auch uns. Herausforderungen auf dem Weltmarkt, im Klimawandel oder bei der Migration müssen gesamthaft betrachtet und gemeinsam bewältigt werden", ist Glaser überzeugt.

"Letztlich sind viele Entwicklungsländer mit den gleichen Phänomenen konfrontiert wie wir in den Industriestaaten. Die Tendenzen zu Zentralismus und Monopolisierung schaffen hier wie dort neue Probleme. Hier wie dort muss es daher darum gehen, die Souveränität von Regionen, etwa in der Versorgung mit Lebensmitteln oder Energie, zu erhalten und auszubauen", betonte Glaser.

"Eine gute Zusammenarbeit von Geber- und Partnerländern ist für die Qualität der EZA unverzichtbar. Letztlich geht es uns allen darum, gemeinsam die von der UN definierten Entwicklungsziele zu erreichen:
nämlich Armut, Hunger und Krankheiten einzudämmen, damit die Menschen in den Entwicklungsländern bessere Lebensperspektiven haben", sagte Glaser abschließend.
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