WKÖ-Wirtschaftsbarometer zeigt erste leichte Verbesserung des Wirtschaftsklimas, jedoch nach wie vor große Herausforderungen für Unternehmen

Erwartungshaltung der Betriebe liegt zwischen Vorsicht und Realismus - Talsohle der Krise sollte bald erreicht sein

Wien (PWK490) - "Die Wirtschaftswetterlage in Österreich bleibt anhaltend trüb und unbeständig. Im Vergleich zum Herbst 2008 ist jedoch eine leichte Verbesserung zu bemerken", fasst Christoph Schneider, Leiter der wirtschaftspolitischen Abteilung der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die Ergebnisse des aktuellen Wirtschaftsbarometers (WBA) der WKÖ zusammen. Mit dieser Konjunkturumfrage der WKÖ wird zwei Mal im Jahr die Stimmung in den heimischen Unternehmen erhoben.
Demnach liegt die Erwartungshaltung der Unternehmen aktuell zwischen Vorsicht und Realismus. Während in der letzten Befragung von Herbst 2008 das Wirtschaftsklima für die nächsten 12 Monate von 70% der Befragten als sehr pessimistisch gesehen wurde, sind im aktuellen WBA nur noch rund 40% der Unternehmen dieser Meinung. Zusätzlich sei die Zahl jener deutlich gestiegen, die ein unverändertes Wirtschaftsklima erwarten. "Somit wird eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau immer wahrscheinlicher", sagte Schneider.
Insgesamt sind die einzelnen Komponenten vor allem bei den einnahmeseitigen Indikatoren - etwa Umsatzerlöse und Auftragslage -gleichbleibend negativ. "Aber zumindest schwächt sich die Talfahrt ab. Bei den Indikatoren ist keine deutliche Verschlechterung mehr auszumachen", so Schneider.

Bei den Export- und Inlandsumsätzen ist das Bild unterschiedlich. Bei den Inlandsumsätzen schlagen sich die Effekte der Konjunkturprogramme bereits deutlich nieder. Dieser Trend dürfte auch in den kommenden Monaten anhalten. Die schwachen Umfrageergebnisse zu den Beschäftigungs- und Investitionserwartungen fordern, so Schneider, jedoch weitere gezielte Maßnahmen. "Das Um und Auf sind Investitionen, Innovationen und Entlastungen - von der Verwaltungsreform bis zum Steuerbereich."

Insgesamt wird die bisherige Lage der KMU besser bewertet als jene der Großunternehmen. Indes sind die Erwartungen für die Zukunft bei Mittel-und Großunternehmen positiver als bei Kleinunternehmen. Und:
Nachdem die Industrieproduktion bisher von der Krise am stärksten betroffen war, zeigt sich nun zunehmend ein Überschwappen auf den Dienstleistungsbereich.

Optimistischer als zuletzt stimmt, dass sich in den letzten Monaten neben den Abwärtsrisiken auch positive Tendenzen abgezeichnet haben. "Positive Impulse könnten etwa von den sich stabilisierenden Kreditmärkten, einem geringeren Euro-Außenwert und den Effekten der Konjunkturpakete kommen", sagte Schneider abschließend.

Eine Market-Umfrage der WKÖ hat zudem ergeben, dass die österreichischen Unternehmen mit ihrer Hausbank sehr zufrieden sind. Außerdem hat sich seit Jahresbeginn die Situation bei den Kreditzinssätzen für Unternehmen entschärft. Mehr noch: Die Kreditzinsen für heimische Unternehmen liegen mit 3,0% deutlich unter den vergleichbaren Kreditzinsen für Deutschland (3,6%) und die Eurozone (3,82%). (SR)

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