Familienverband will schulspezifische Fragen bei "Zentral-Matura"

Präsident Steindl für einheitliche Standards bei Grundkompetenzen der Maturanten - Aber individuelle Schwerpunkte sollen berücksichtigt werden

Wien, 24.06.2009 (KAP) Einen neuen Vorschlag hat der Katholische Familienverband Österreichs (KFÖ) am Mittwoch in die Debatte um die von der Koalition geplante Maturareform eingebracht. KFÖ-Präsident Prof. Clemens Steindl spricht sich darin für die von Bildungsministerin Claudia Schmied vorgesehenen einheitlichen Standards bei der schriftlichen Überprüfung von Grundkompetenzen wie Mathematik oder Deutsch aus. Gleichzeitig müssten aber auch schulspezifische Unterrichts-Schwerpunkte durch einen eigenen Prüfungsteil berücksichtigt werden, der getrennt zu benoten ist.

"Zentralisierte Vorgaben für die Matura müssen in erster Linie zu einer Qualitätsverbesserung der österreichischen Bildungslandschaft führen", stellte Steindl fest. Durch zur Gänze standardisierte Abschlussprüfungen bestehe die Gefahr eines "bildungspolitischen Einheitsbreis", der individuelle Schwerpunktsetzungen von Schulen und Schülern vernachlässige, warnte der KFÖ-Präsident.

Sprachliche, musische, technische oder naturwissenschaftliche Schwerpunkte, die Schülerinnen und Schüler während ihrer Ausbildung setzen, sollten auch einen wesentlichen Bestandteil der Reifeprüfung darstellen, ist Steindl überzeugt. Die Prüfungen zu Grundkompetenzen und die schulspezifischen Fragestellungen müssten dementsprechend auch getrennt voneinander benotet werden.

Der Familienverband fordert zudem, dass die geplanten standardisierten Maturaprüfungen nicht nur in AHS, sondern auch in BHS und bei Externisten- und Berufsreifeprüfungen angewendet werden.

(forts. mgl.)
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