Tumpel: "Kampf um jeden Arbeitsplatz vordringliches Ziel"

AK Präsident appelliert an Fraktionen in der Vollversammlung, gemeinsam Lösungen für die ArbeitnehmerInnen zu finden

Wien (OTS) - "Kampf um jeden Arbeitsplatz, um zusätzliche Beschäftigung - das muss unser vordringliches Ziel sein", sagt Herbert Tumpel, der wiedergewählte Präsident der AK Wien, in seiner Rede vor der konstituierenden Vollversammlung. Er fordert die Mitglieder der Vollversammlung auf, gerade jetzt die Probleme gemeinsam zu analysieren und Lösungen für die ArbeitnehmerInnen zu finden. Die Bundesregierung habe viele Vorschläge der AK aufgegriffen, jetzt seien zusätzliche Anstrengungen nötig im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit, für Bildung, Ausbildung, Weiterbildung, für die Gleichstellung der Frauen und für eine Arbeitswelt, die nicht krank macht. "Wir müssen alles tun, um den Anstieg der Arbeitslosigkeit zu bremsen, wir brauchen soziale Gerechtigkeit bei Löhnen und bei Steuern, Investitionen in Bildung und Ausbildung und bessere Aufstiegschancen für Frauen", formuliert Tumpel die wichtigsten Anliegen der ArbeitnehmerInnen.

Als AK Präsident will Tumpel ein Präsident für alle ArbeitnehmerInnen sein: "Die Mitglieder wollen eine starke AK, die ihre Sorgen anspricht, Lösungen einfordert und ihnen Schutz gibt. Das sind die Erwartungen an die AK, die ich als meinen Auftrag sehe. Das hohe Vertrauen der Mitglieder in die AK müssen wir halten - und wir müssen ihm gerecht werden", sagt Tumpel. Der AK Präsident fordert alle Fraktionen zur Mitarbeit auf: "Ich appelliere an alle Fraktionen, suchen wir möglichst große Gemeinsamkeit im Aufspüren von Problemen und von deren Lösungen."

Mit ihren Maßnahmen gegen die Krise habe die Bundesregierung Vorschläge der AK aufgegriffen, sagt Tumpel, Österreich setze nach Spanien den stärksten Budgetanteil für Konjunturmaßnahmen und Beschägtigung ein. "Grotesk" sei es, wenn jetzt die EU-Kommission deshalb mit einem Defizitverfahren droht: "Wenn nicht zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden, kommen wir nicht aus der Krise heraus. Wir brauchen zusätzliche Konjunkturmaßnahmen, wir brauchen zusätzliche Kaufkraft."

Wichtig sei es auch zu schauen, dass die jungen Menschen jetzt die Ausbildung bekommen, die sie für die Zukunft brauchen, so Tumpel weiter. Auch hier sei einiges erreicht: etwa das Jugendbeschäftigungspaket, das kostenlose letzte Kindergartenjahr. Aber die AK müssen schauen, dass die Maßnahmen konsequent umgesetzt werden, dass bei der Bildung Fortschritte gibt. Ebenso seien Maßnahmen nötig für die Gleichstellung der Frauen beim Lohn. Eine der wichtigsten Herausforderungen im Gesundheitssystem sei es wiederum zu schauen, dass Arbeit nicht krank macht.

Rückfragen & Kontakt:

Peter Mitterhuber
AK Wien Kommunikation
tel.: 0664 235 30 11
http://wien.arbeiterkammer.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKW0006