FPÖ-Gartelgruber: Kein Spiel mit falschen Zahlen!

Einkommensstatistik muss mit den relevanten Daten erhoben werden

Wien (OTS) - "Wenn etwa Nationalratspräsidentin Barbara Prammer nicht müde wird, zu betonen, dass es völlig inakzeptabel sei, dass wir in Österreich noch immer eine so große Einkommensschere vorfinden und die "verteufelte Teilzeit" als einen der Hauptgründe für die hohen Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen benennt, so ist das nichts anderes als links-ideologische Propaganda. Die Einkommensschere zwischen Frauen und Männern basiert nämlich weniger auf Diskriminierung durch Arbeitgeber sondern viel mehr zu einem Gutteil auf unzulänglichen Berechnungsmethoden der Statistik Austria und der traditionellen Berufswahl von Mädchen und Burschen. Warum wird also trotzdem diese Legende aufrecht erhalten?", fragt FPÖ-Frauensprecherin NAbg. Carmen Gartelgruber.

Die Berechnungsmethoden der Statistik Austria könnten in Wahrheit die Einkommensschere gar nicht eindeutig feststellen, weil zur Berechnung die Lohn- und Einkommensteuerdaten der Bürger von den Finanzämtern übernommen würden. Aus der höchsten bekannten Ausbildung und dem Jahreseinkommen würden sodann Statistiken errechnet, die jedenfalls mit den Berichten der Gleichbehandlungsanwaltschaft im Bereich "Diskriminierung beim Entgelt" kaum zusammenpassten, würden doch dort bei 3,7 Millionen unselbstständig Erwerbstätigen für 2006 gerade einmal 175 und für 2007 179 Beratungsfälle, also 0,05 Promille ausgewiesen, so Gartelgruber: "Jeder kennt die bizarren Zahlen zur Einkommensdisparität zwischen Frauen und Männern aber niemand kennt auch nur eine Firma die derart diskriminierend für die gleiche Ausbildung, Einstufung und Leistung entlohnen würde."

Klärung bringt eine Rückfrage bei der Statistik Austria: Diese kann und darf mangels gesetzlicher Ermächtigung gar nicht genauer rechnen. Daten für eine genauere Berechnung fehlen, obwohl diese in den Firmen vorhanden wären. Was nämlich von der Statistik Austria nicht erhoben werden kann, ist zum Beispiel die tatsächliche Tätigkeit im Betrieb (etwa IT-Fachkraft im KV-Handel), die Einstufung in die Gehaltstafel, Beschäftigungsgruppe und Berufsjahr (Seniorität) des jeweiligen Kollektivvertrages, die Anzahl der Berufsjahre in den Branchen in denen der Arbeitnehmer früher tätig war (Berufsjahrlimit bei Branchenwechsel), allfällige Zusatzqualifikationen die im aktuellen Betrieb oder in Vordienstzeiten erworben wurden und private Engagements die ins betriebliche einfließen: "Überspitzt dargestellt wirft man einfach Männer und Frauen einer Branche in einen Topf und berechnet mit den Daten die da sind. Nicht mit den Daten die man eigentlich brauchen würde, für die man aber keine gesetzliche Übermittlungsgenehmigung erhalten hat. Die wenigen besser verdienenden Männer werden mangels gesetzlichen Auftrags mit vielen wenig verdienenden Frauen gegen gerechnet. Dann extrapoliert man. Fertig", erläutert die FP-Abgeordnete: "Wir wollen das Frauen gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit bekommen, wir wollen jedwede Diskriminierung bekämpfen und wir sind natürlich dafür allen Frauen die Berufswahl zu ermöglichen, die sie sich wünschen aber diese Berechnungen werden zur Rechtfertigung für Milliarden Euro Transferleistungen zwischen den Geschlechtern herangezogen, ohne auch nur ansatzweise familienpolitische Aspekte zu berücksichtigen."

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