SP-Maurer: Hauptbahnhof größtes Investitionsvorhaben der Zweiten Republik in Wien

Wien (SPW-K) - "Die Errichtung des Wiener Hauptbahnhofes kann durchaus als das größte Investitionsvorhaben in Wien in der Zweiten Republik bezeichnet werden. Mit dem Projekt werden jahrzehntelange Überlegungen hinsichtlich einer zentralen Eisenbahndrehscheibe in Wien endlich erfüllt", erklärte Mittwoch SP-Gemeinderat Dkfm. Ernst Maurer in seinem Debattenbeitrag im Wiener Gemeinderat zu diesem Thema. "Der Bahnhof ist", so der Mandatar weiter, "entgegen den Behauptungen von ÖVP und Grünen sehr wohl ausgezeichnet an das öffentliche Verkehrsnetz in Wien angebunden, unter anderem mit der U-Bahnlinie U 1. Von der derzeit noch Südtiroler Platz benannten Station dieser Linie wird ein barrierefreier Fußgängertunnel direkt zu den Bahnsteigsaufgängen führen. Die Entfernung wird nicht weiter sein als jene zwischen der Haltestelle Westbahnhof der U-Bahnlinie U 6 und den Bahnsteigen des Westbahnhofes sein", stellte Maurer klar.

Maurer informierte zudem, dass der Hauptbahnhof nicht die Funktion eines Pendlerbahnhofes ausüben werde. Diese Funktion erfüllten, so der Gemeinderat, die ÖBB-Bahnhöfe in Hütteldorf, in Meidling, am Praterstern, in Floridsdorf und auf der Landstraße. Und gerade dort, wo die überwiegende Mehrzahl der mit dem Zug nach Wien kommenden Pendler aussteige, befänden sich ausnahmslos auch direkte U-Bahn-Anbindungen. Die PendlerInnen hätten dadurch die Möglichkeit direkt zu ihren Zielen zu gelangen. Zudem würden neben den S-Bahn-Zügen auch zahlreiche Regionalzüge auf der S-Bahn-Stammstrecke quer durch Wien durchgebunden und allesamt in der künftigen unterirdischen Station des Hauptbahnhofes im Bereich des Südtiroler Platzes halten. Die Anbindung des Bahnhofs an den öffentlichen Verkehr sei zudem durch drei Straßenbahnlinien, zwei städtische und zahlreiche regionale Autobuslinien und dem vorerst in Planung befindlichen - und seiner Meinung nach sinnvollen - Cable-Liner gewährleistet, hob Maurer hervor.

Maurer wies die Kritik seines Vorredners von der ÖVP, Gemeinderat Gerstls, über angeblich mangelhafte Informationen über das Projekt zurück und erklärte, dass die betroffenen Bezirke in bestimmten Abständen immer darüber informiert würden. Maurer: "Nur hingehen muss man schon selbst. Vertreter der ÖBB und der Stadt Wien stehen jedenfalls bei diesen Veranstaltungen Rede und Antwort". Maurer erteilte der von der ÖVP gewünschten Verlängerung der U-Bahnlinie U 2 vom künftigen Endbahnhof im Bereich der Gudrunstraße bis unter den Hauptbahnhof eine mit ausführlichen sachlichen Argumenten ("U-Bahnen sollen möglichst dorthin führen, wo viele Menschen wohnen") fundierte Absage. Auch die von der ÖVP geforderte Untertunnelung des Südgürtels im Bereich des künftigen Hauptbahnhofes bezeichnete Maurer als "nicht sinnvoll", weil in diesem Abschnitt zahlreiche wichtige Abbiegemöglichkeiten bestünden und diese logischerweise durch einen Tunnel nicht gewährleistet wären.

Abschließend zitierte Maurer aus einer Untersuchung über die Wiener Linien, der zufolge 88 Prozent der Wienerinnen und Wiener mit dem öffentlichen Verkehr in Wien zufrieden wären, 1993 hätten nur 61 Prozent dies festgestellt. "Auch diese Untersuchung beweist, dass die Leistung der Wiener Linien - entgegen des ständigen Schlechtredens durch die Opposition - in Wirklichkeit ausgezeichnet ist", schloss Maurer. (Schluss)

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