Wiener Gemeinderat (3)

Nachfolge von GRin Erika Stubenvoll erfolgt

Wien (OTS) - Der mit heutigem Tag ausgeschiedenen GRin Erika Stubenvoll (SPÖ) folgt, mit einstimmigem Beschluss des Wiener Gemeinderates, GRin Susanne Bluma (SPÖ). Stubenvoll gehörte dem Gremium des Wiener Gemeinderates seit 1983 an und war damit längstdienendes Mitglied der Wiener Stadtregierung.

Erster Bauabschnitt Wiener Hauptbahnhof

GR Dr. Herbert Madejski (FPÖ) bezeichnete den Wiener Hauptbahnhof als das größte Entwicklungsgebiet der letzten Jahrzehnte. Da europäische Binnenflüge von Seiten der Kosten-Nutzen-Rechnung immer unrentabler werden, sei der Bahn als Alternative mehr Augenmerk zu schenken. Wien liege an wichtigen europäischen Verkehrsrouten (TEN-Korridore), die einen "Taktknotenpunkt", wie der Hauptbahnhof es einer sein sollte, notwendig mache. Das knapp 60 Hektar umfassende Verbauungsgebiet des geplanten Wiener Hauptbahnhofes umfasse neben dem Bauteil Kopfbahnhof auch Wohnungen, Büros, Garagen und Einkaufszentren. Dass die U-Bahn nicht direkt am Bahnhof liege sei gut, da der Einzugsbereich sich nicht nur auf Zugreisende beschränken solle. Ein U-Bahnstandort "Gudrunstraße" werde befürwortet, allerdings sollten die bestehenden U-Bahn-Linien Richtung Süden weiter ausgebaut und auch der Bau der U5 mitbedacht werden. Der geplante Cable-Liner sei als Zubringervariante akzeptabel, eine Förderbandlösung werde abgelehnt. Die derzeitige Zwischenlösung, Meidling als Hauptbahnhof anzufahren, habe im Parkplatz- und Umsteigbereich dringenden Optimierungsbedarf.

GRin Ingrid Puller (Grüne) erläuterte, dass Beförderungsbänder in U-Bahn-Passagen ein durchaus zeitgemäßes Beförderungsmittel seien. Zudem habe man im Gegensatz zum Cable-Liner eine kostengünstigere Variante. Derzeitige Schätzungen kämen auf rund fünf Millionen Euro. Zur Untermalung ihres Plädoyers zitierte sie namhafte österreichische Experten die den Cable-Liner als zu teuer, ineffizient und wenig beliebt bezeichneten. Wien brauche nicht ein "zig Millionen schweres Denkmal" gesetzt, so Puller, der Ausbau der bereits bestehenden öffentlichen Verkehrsmittel in Kombination mit einem kostengünstigeren, effizienten Beförderungsmittel sei für die Wiener Grünen eine Idealvariante. Sie brachte daher einen Antrag für den Bau von Beförderungsbändern als Zubringerlösung für den Hauptbahnhof ein. (Forts.) lei/pla

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