Jank: Frauen-Diskussion geht am Thema vorbei

Ursachen lösen statt Symptome behandeln - "Gehaltsstrip" und Strafen völlig ungeeignet - Karrierechancen für Frauen verbessern

Wien (OTS) - Wien, 24. Juni 2009 - "Entschieden abzulehnen" sind
aus Sicht von Wirtschaftskammer Wien-Präsidentin Brigitte Jank die Vorstellungen von Frauenministerin Heinisch-Hosek zur Bestrafung privater Betriebe wegen der Bezahlung ihrer Mitarbeiterinnen. "Jeder, der in der Privatwirtschaft arbeitet, kann bei einer solchen Idee nur den Kopf schütteln", sagt Jank. Der Vorstoß sei weltfremd und trage nichts dazu bei, dass die Karrierechancen der Frauen verbessert werden und der Frauenanteil in der Wirtschaft steigt. "Wer Symptome behandelt und nicht die Ursachen löst, wird sich nie richtig fit fühlen", sagt Jank.****

Unternehmerinnen im Vormarsch

Laut Jank müsse es zum Selbstverständnis werden, dass Qualifikation keine Frage des Geschlechts ist und bei Aufstiegschancen die Qualifikation im Mittelpunkt steht. "Unsere Gesellschaft ist sicher noch nicht an dem Punkt angekommen, wo wir Frauen zufrieden sein können. Gerade in Führungspositionen sind Frauen bei weitem unterrepräsentiert", sagt Jank, die zugleich auf den großen Handlungsbedarf innerhalb des Zuständigkeitsbereichs der Frauenministerin - der öffentlichen Verwaltung - und in Aufsichtsräten staatsnaher Betriebe hinweist. Anders ist dies in der Unternehmerschaft: In Wien sind mittlerweile 35 Prozent aller Unternehmen in der Hand von Frauen, bei den Neugründungen halten Frauen bereits einen Anteil von fast 40 Prozent. "Unternehmerinnen sind im Vormarsch und können in der Selbstständigkeit ihr Können beweisen", sagt Jank, selbst seit Jahrzehnten Unternehmerin.

Statt Strafen und die Offenlegung von Gehältern unter Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern fordert Jank eine bessere Vorbereitung junger Frauen und Mädchen auf das Arbeitsleben und stärkere Anreize für Frauen, technische Berufswege einzuschlagen.

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