SP-Lindenmayr: Wien auf gutem Weg zehn Prozent Fahrrad-Verkehrsanteil zu erreichen

Wien (SPW-K) - "Würde die heute in der Aktuellen Stunde gestellte Frage ´Stiefkind Fahrrad` in den 60er und 70er Jahren formuliert worden sein, so könnte sie mit einem klaren ´Ja` beantwortet werden. Der damaligen Verkehrsphilosophie entsprechend, sind die Städte nämlich gerade autogerecht gestaltet worden. In Wien wurde die Trendumkehr zur stärkeren Berücksichtigung des Fahrradverkehrs im April 1980 mit dem Beschluss über das Wiener Fahrrad-Verkehrskonzept eingeleitet", stellte Mittwoch SP-Gemeinderat Siegi Lindenmayr eingangs seines Debattenbeitrags in der Aktuellen Stunde des Wiener Gemeinderats zu diesem Thema fest.

Anhand von Vergleichen belegte Lindenmayr die seither ausgeprägt gestiegene Bedeutung des Fahrradverkehrs in Wien. Lindenmayr: "Gab es 1970 in Wien elf Kilometer Fahrradwege, so ist der Anteil bis 1986 auf 186 Kilometer und bis zum Jahr 2008 auf über 1.100 Kilometer gestiegen. Das bedeutet eine Verhundertfachung der Länge des Wiener Radwegenetzes in 39 Jahren. Bei den Fahrradabstellanlagen auf öffentlichen Grund konnte eine Verachtzigfachung des Angebots erreicht werden. Das ist eine bemerkenswerte Entwicklung", betonte Lindenmayr.

Lindenmayr meinte zudem, dass sich die Öffnung der Straßen-Einbahnen für den Fahrradverkehr sehr gut bewährt hätte, weil bislang keine schwerwiegenden Zwischenfälle bekannt geworden wären und erfreulicherweise die dunklen Prophezeiungen von ÖVP und FPÖ sich nicht erfüllt hätten. Auch die Mehrzweckstreifen funktionierten -entgegen den Befürchtungen dieser beiden Parteien - ebenfalls sehr gut, erklärte der Gemeinderat.

Hinsichtlich des gegenüber bestimmten anderen europäischen Städten geringeren Radverkehrsanteils in Wien, stellte Lindenmayr fest, dass diese Situation vor allem auf den Wien in so hervorragend ausgebauten öffentlichen Verkehr zurückzuführen wäre. Dennoch sei Wien bestrebt den Anteil der Radbenützung am Gesamtverkehrsaufkommen in den nächsten Jahren von früher einmal drei und derzeit fünf bis sechs Prozent auf zehn Prozent steigern zu können". Wien ist jedenfalls mit seinen für den Fahrradverkehr laufenden bzw. geplanten Investitionen auf gutem Weg dieses Ziel auch tatsächlich zu erreichen", schloss Lindenmayr. (Schluss)

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