Katholische Frauen wollen Maßnahmen für Lohngerechtigkeit

Applaus für die Vorschläge von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek - kfbö-Vorsitzende Margit Hauft sieht "Impuls für eine pragmatische Strategie" zur Schließung der Einkommensschere zwischen Frauen und Männern

Wien, 24.06.2009 (KAP) Die Katholische Frauenbewegung Österreichs (kfbö) fordert konkrete Maßnahmen für mehr Einkommensgerechtigkeit zwischen Männern und Frauen. Die Offenlegung von Gehältern könne ein erster Schritt zur Bekämpfung der Benachteiligung von Frauen auf dem Lohnsektor sein, stellte die kfbö-Vorsitzende Margit Hauft am Mittwoch fest. Sie appellierte an die Bundesregierung und an die Sozialpartner, "die Gleichstellung von Mann und Frau am Arbeitsmarkt nicht zur leeren Floskel verkommen zu lassen, sondern dafür zu sorgen, dass tatsächlich gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit bezahlt wird".

Unterstützung gibt es von der kfbö in diesem Zusammenhang für den Vorschlag von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek. Sie will Betriebe, die Frauen und Männer ungleich entlohnen, mit Geldstrafen belegen. Der Vorschlag sei ein "Impuls für eine effiziente und pragmatische Strategie" zur Schließung der Einkommensschere zwischen Frauen und Männern. Der Vorschlag der Frauenministerin dürfe "weder zerredet noch abgelegt werden", betonte die kfbö-Vorsitzende.

Bei einem Treffen am Mittwoch in Salzburg waren sich kfb-Delegierte aus ganz Österreich einig, dass Sanktionen gegen Unternehmen, die Frauen bei der Entlohnung diskriminieren, unerlässlich seien. Es reiche nicht aus, die wachsenden Einkommensunterschiede aufzuzeigen und danach wieder tatenlos zum Alltagsgeschäft überzugehen, so die kfb-Frauen.

Gabriele Heinisch-Hosek hatte zuletzt Sanktionen gegen Unternehmen mit ungerechtfertigten Einkommensunterschieden zwischen Männern und Frauen angekündigt. Ihrem Vorschlag nach sollen Unternehmen mit mehr als 25 Mitarbeitern Gehälter offen legen. Ungleichheiten bei der Entlohnung könnten innerhalb von zwei Jahren behoben werden; andernfalls würden sie mit Verwaltungsstrafen von "ein paar tausend Euro bis ein paar zehntausend Euro" belegt, meinte die Ministerin.

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