Grüne Wien zu Nahversorgung: Rathaus-SPÖ fällt Parteikollegin im Alsergrund in den Rücken

Grüner Antrag zur Wiederbelebung der Nahversorgung im Liechtental abgelehnt

Wien (OTS) - "Während die SPÖ-Bezirksvorsteherin des Alsergrunds Martina Malyar aufschreit anlässlich der Ankündigung der Wiener Wirtschaftskammer, das Grätzel um die Alserbachstraße nicht mehr für Betriebsansiedlungen zu empfehlen, lehnt die Rathaus-SPÖ einen Grünen Antrag zur Belebung der Nahversorgung in diesem Grätzel ab", wundert sich die Nahversorgungsprecherin der Grünen Wien, Eva Lachkovics. Schon im Dezember 2009 haben die Grünen auf die Misere der ehemals blühenden Alserbachstraße mit ihren jetzt zahlreichen leer stehenden Geschäftslokalen aufmerksam gemacht. Jetzt will die Wirtschaftskammer Wien die Nahversorgung dort ganz abdrehen.

"Nahversorgung für weniger mobile Menschen, für Stadtbild, Lebensgefühl, Umwelt und für die Schaffung von sicheren Arbeitsplätzen ist offenbar kein Thema für die Wirtschaftskammer. Ja, nicht einmal die Belebung der Wiener Wirtschaft und des Wirtschaftsstandortes Wien durch Nahversorgung", bedauert Lachkovics. "SPÖ-Bezirksvorsteherin Malyar sammelt Unterschriften, statt endlich etwas für die Nahversorgung im genannten Grätzel zu tun, etwa durch Straßenraumgestaltung oder Interventionen bei den HauseigentümerInnen. Wir brauchen Unterstützung für die kleinteiligen Nahversorgungsbetriebe, effizientes Einkaufsstraßenmanagement, Maßnahmen zur Steuerung des Branchenmix, eine Leerstandsabgabe, Förderung von Ansiedlungen verschiedener Initiativen aus dem Bereich Soziales und Kunst", so Lachkovics.

Die SPÖ im Gemeinderat fällt ihrer Parteikollegin Malyar in den Rücken und lehnte gestern die von Lachkovics beim Rechnungsabschluss im Gemeinderat beantragten Sofortmaßnahmen für das betroffene Grätzel ab. "Die SPÖ will sich nicht einmal im zuständigen Gemeinderatsausschuss mit den Nahversorgungsproblemen im Bereich Alserbachstraße, Althanstraße und Liechtensteinstraße beschäftigen", so Lachkovics abschließend.

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