Verkehrsstrafen: Andere Länder, andere Sitten

Mit dem Auto auf Reisen - das kann teuer werden, wenn man sich nicht an die Verkehrsregeln im Urlaubsland hält. Jeder Dritte hat bereits einmal eine Strafe im Ausland erhalten.

Wien (OTS) - Nur jeder zweite Österreicher informiert sich vor der Autofahrt in den Urlaub über die Verkehrsregeln im jeweiligen Urlaubsland - das geht aus einer aktuellen Erhebung des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV) im Auftrag der Basler Versicherung hervor. Im Mai 2009 wurden österreichweit rund 900 Personen befragt. Ausschlaggebende Faktoren für die Urlaubsreise mit dem eigenen Pkw sind vor allem die Mobilität am Urlaubsort (63%, Mehrfachantworten möglich), unabhängig zu sein (61%) und bequem reisen zu können (40%). Ein Drittel der Befragten (30%) meint, dass der Urlaub mit dem Auto günstig sei. "Die Kosten steigen aber rasch an, wenn man sich im Urlaubsland nicht an die Verkehrsregeln hält. Jeder dritte Autourlauber hat schon einmal eine Verkehrsstrafe im Ausland erhalten", sagt Dr. Othmar Thann, Direktor des KfVs.

Geldstrafen in den Nachbarländern oft höher als in Österreich

Teuer werden können vor allem Geschwindigkeitsübertretungen. Wer beispielsweise in der Slowakei 20 km/h zu schnell fährt, muss mit Strafen ab 160 Euro rechnen. Zum Vergleich: In Österreich beginnt der Strafrahmen für dieses Delikt bei 20 Euro. In Italien müssen Raser bei einer Überschreitung des Tempolimits über 40 km/h neben einer Geldstrafe auch ihren Führerschein für einen Monat abgeben - das gilt auch für Ausländer. 89 Prozent jener Autourlauber, die sich über die Verkehrsregeln im Urlaubsland informieren, erkundigen sich über die Geschwindigkeitsregeln. Knapp zwei Drittel (62%) informieren sich vor Antritt der Urlaubsfahrt über die Regelungen zu Licht am Tag. Im Unterschied zu Österreich gilt in den Nachbarländern Italien, Ungarn, Slowenien, Tschechien und Slowakei die "Licht am Tag"-Regel weiterhin. Über die Promillegrenzen im Zielland wissen 39 Prozent der Befragten Bescheid. Alkohol am Steuer kann z.B. in Italien neben einer Geldstrafe auch zur Abnahme des Führerscheins für drei bis sechs Monate führen; ab mehr als 1,5 Promille Alkohol im Blut wird das Fahrzeug sogar konfisziert. In Ungarn gilt die 0,0 Promillegrenze, die sehr streng kontrolliert wird und deren Überschreitung mit Strafen von mindestens 330 Euro belangt wird.

Strafzettel aus dem Ausland können nach Österreich nachreisen

Beim Kassieren der Strafen gibt es in einigen Nachbarländern unterschiedliche Regelungen. So dürfen in Italien Verkehrsstrafen nur bar bezahlt werden. Hat man kein Bargeld dabei, wird man von der Polizei zum nächsten Bankomat eskortiert, ist das nicht möglich, kann es sein, dass das Auto beschlagnahmt wird. Umgekehrt verhält es sich in Ungarn: Hier dürfen Strafen nicht bar bezahlt werden, sondern ausschließlich per Überweisung. Der Versuch bar zu bezahlen, kann von der Polizei als Bestechungsversuch ausgelegt werden. Seit März 2008 können Geldstrafen, die im Ausland verhängt wurden, auch von den österreichischen Behörden vollstreckt werden. Wer im Urlaubsland Strafen ab 70 Euro nicht bezahlt, muss dies also spätestens nach dem Urlaub in Österreich nachholen.

Länderspezifische Sonderregeln gelten auch für Urlauber

In manchen Ländern gibt es auch Sonderregelungen wie etwa die Umweltzonen in deutschen Städten. Wer hier keine Plakette am Auto anbringt, die bestätigt, dass ein bestimmter Ausstoß an Schad- und Feinstoffen nicht überschritten wird, muss 40 Euro Strafe zahlen. Das betrifft beispielsweise Berlin, München, Köln und andere Städte Deutschlands. "Trotz einiger ähnlicher Verkehrsregeln gibt es in Österreichs Nachbarländern auch viele Unterschiede in punkto Verkehrsstrafen. Bevor man sich mit dem Pkw auf die Reise macht, sollte man sich daher unbedingt über die Regeln, Mautpflichten oder Sonderregelungen im Urlaubsland informieren", betont Thann. Um Autofahrer dabei zu unterstützen, hat die Basler Versicherung ein Sicherheitspaket für ihre Kunden entwickelt. "In der neuen Schutzmappe "Auto und Fahrt" der Basler Versicherung finden sich neben zahlreichen Schutzartikeln auch eine übersichtliche Zusammenfassung der wichtigsten Verkehrsvorschriften in den beliebtesten Urlaubsländern", freut sich Mag. Karen Reiners, Marketingleiterin der Basler Versicherung-AG in Österreich.

Rückfragehinweis: Mag. Stefanie Rath, Kuratorium für Verkehrssicherheit, Marketing & Kommunikation, Tel.: 05-77077-1910, E-Mail: stefanie.rath@kfv.at, www.kfv.at

Michaela Leitgeb, Basler VersicherungsAG, Marketing & Kooperationen Tel.: 01-33160-428, E-Mail: michaela.leitgeb@basler.co.at, www.basler.co.at

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Kuratorium für Verkehrssicherheit
Mag. Stefanie Rath
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