Vilimsky: Prammer soll endlich für modernes Medienzentrum im Hohen Haus sorgen anstatt wieder Fakten zu verdrehen!

Wien (OTS) - Es ist völlig unverständlich, dass sich Nationalratspräsidentin Prammer zwar viele Gedanken über eine noble Cafeteria am Dach des Hohen Hauses macht, bis heute aber nicht dafür Sorge getragen hat, dass im Parlament ein modernes Medienzentrum eingerichtet wird, in dem sich eine zeitgemäße EDV-Ausstattung, WLAN-Zugang, Kopierer und Festnetz-Telefonanschlüsse für Journalisten befinden sollen. Dafür will sie den Zwischenfall mit einem Fotografen in der kommenden Präsidiale thematisieren, der am letzten Tag der Budgetdebatte von der Galerie aus im 90-Grad-Winkel den Mandataren der SPÖ wiederholt in ihre Unterlagen hinein fotografiert hat, was zu Recht auch den Protest vieler Mandatare, allen voran der SPÖ, auslöste. Dies stellte heute FPÖ-Generalsekretär NAbg. Harald Vilimsky angesichts aktueller Medienberichte fest.

Die Zusammenarbeit von Medienvertretern mit Politikern im Hohen Haus funktioniert im Regelfall vorbildlich. Es sei daher völlig ungerechtfertigt, einen Eindruck zu erwecken, als ob hier irgendwo Beeinträchtigungen vorhanden wären. Das Gegenteil sei der Fall. Es gäbe lediglich eine Vereinbarung, dass der Zugang für Kameraleute und Fotografen zwar völlig frei sei, jedoch mit der Ausnahme, dass man den Politikern einen kleinen Rest an Persönlichkeitsrechten zugestehe und nicht versteckt in vertrauliche Unterlagen hineinfilme oder fotografiere. Eine Situation dieser Art habe sich möglicherweise Ende Mai bei der Budget-Debatte ereignet. "Aus meiner Sicht haben dabei nicht nur die SPÖ-Mandatare Recht gehabt, als sie dagegen protestierten, sondern auch die Präsidenten Neugebauer und Graf, als sie den Fotografen höflich gebeten haben, nicht in die Unterlagen der Mandatare von oben hineinzufotografieren, sich dieser aber trotz mehrfachem Ersuchen nicht daran gehalten hat", so Vilimsky.

Diese Angelegenheit muss jedenfalls geklärt werden, zumal es sich laut heutigen Medienberichten um einen Fotografen der APA handeln solle und gerade die APA sich durch ein sehr hohes Maß an Qualität und Seriosität auszeichne. "Möglicherweise handelt es sich ja auch um ein wechselseitiges Missverständnis, wovon ich auch gerne ausgehen will." Daraus aber einen Fall zu konstruieren, wonach die Berichterstattung über Vorgänge im Hohen Haus auch nur irgendeiner Beeinträchtigung unterliege, sei geradezu kurios. Prammer neige immer mehr dazu, parteipolitisch motiviert die Fakten zu verdrehen, und hier den Präsidenten Neugebauer und Graf zu unterstellen, sie würden Journalisten und Fotografen in ihrer Tätigkeit behindern, sei geradezu absurd. Prammer wäre gut beraten, das eingangs geforderte Medienzentrum im Hohen Haus endlich sicherzustellen, das wäre eine wirkliche Hilfe für Journalisten und Fotografen, keinesfalls aber eine künstliche Debatte mit völlig verdrehten Fakten hochzuziehen, so Vilimsky.

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