Schwuler Schiedsrichter kämpft gegen Diskriminierung

Traschkowitsch: Auch in der Türkei kann die Zeit nicht aufgehalten werden

Wien (SK) - "Vor einigen Wochen bekannte sich ein 33-jähriger Schiedsrichter in seiner türkischen Heimatstadt Trabzon zu seiner Homosexualität. Ein Coming Out mit Folgen, von seiner Suspendierung bis hin zu massiven Problemen in seiner Heimatstadt. Ich bin auf der einen Seite entsetzt, welche Probleme die Menschen in der Osttürkei mit dem Thema haben, andererseits muss dem Schiedsrichter Hochachtung vor seinem Mut und seinem Engagement gezollt werden", so Peter Traschkowitsch, Bundes- und Wiener Landesvorsitzender der SoHo (Sozialdemokratie und Homosexualität) am Mittwoch gegenüber dem SPÖ Pressedienst. ****

"Durch sein öffentliches Coming Out hat der Schiedsrichter für ein enormes öffentliches Aufsehen gesorgt und eine große Diskussion über den Umgang mit Homosexualität ausgelöst. Auf Grund der enormen persönlichen Probleme musste er den Wohnsitz nach Istanbul verlegen", so Traschkowitsch weiter. "Bemerkenswert auch seine persönliche Aussage: 'Mein Leben ist zur Hölle geworden. Aber wenn es nötig ist, werde ich bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ziehen, damit ich wieder Schiedsrichter sein kann.'"

"Wir sind alle aufgefordert, solchen Mut zu unterstützen und ihm Kraft für sein Vorgehen zu geben. Wir werden jedenfalls versuchen auch hier internationale Hilfestellung zu geben", so Traschkowitsch abschließend. (Schluss) up/mp

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