Rechnungsabschluss - SP Zankl: Investitionen in Kultur sind Investitionen in die Zukunft

Wien (SPW-K) - "Investitionen in Kultur sind Investitionen in die Zukunft, Kunst und Kultur fördern die Identität der Menschen mit ihrer Heimatstadt, sichern Lebensqualität, sind wichtige Voraussetzungen für Kreative und erhöhen die Attraktivität des Standortes für Unternehmen und qualifizierte Arbeitsplätze", hob SP-Gemeinderat Inge Zankl in ihrem Debattenbeitrag zum Rechnungsabschluss der Stadt 2008 gestern, Montag Abend, im Wiener Gemeinderat die Bedeutung von Kunst und Kultur für die Gesellschaft hervor.

Zankl setzte sich eingehend mit der Kosten-Nutzen-Rechnung im Kulturbereich auseinander, belegte deren hohen Stellenwert bei der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung und informierte u.a., dass bei den Wiener Festwochen jeder Euro Subvention der Wiener Wirtschaft 2,30 Euro zurückbringe und inklusive des Multiplikatoreffektes der Mehrwert sogar bei 4,20 Euro liege. Zankl: "Auch jemand, der nie ins Theater oder in die Oper geht oder andere Kulturveranstaltungen besucht, profitiert daher indirekt durch Steuereinnahmen, die durch die Tätigkeit kultureller Einrichtungen entstehen".

Die Kulturpolitikerin listete eine Reihe weiterer höchst interessanter Fakten auf, so etwa, dass Wien täglich 25.000 Plätze für Musik- und Theatervorstellungen anbiete und diese jährlich von 20 Millionen Menschen genutzt würden. "Die Kulturausgaben Wiens betragen 234 Millionen Euro im Jahr, das sind 36 Cent pro Kopf der Bevölkerung und Tag, was dem Preisäquivalent von ein bis zwei Zigaretten entspricht. Das Kulturbudget", so die Gemeinderätin weiter, "ist seit 2001 um rund vierzig Prozent gestiegen. Kunst und Kultur, die mit Steuergeldern gefördert werden, sollen nicht einer Elite vorbehalten, sondern allen Menschen gleichermaßen zugänglich sein. Ein wichtiges Ziel dabei ist, das Kulturangebot der Stadt für sozial Benachteiligte noch stärker zu öffnen und zudem Jugendliche, bildungsferne Schichten oder Menschen mit Migrationshintergrund anzusprechen", erläuterte Zankl ihr persönliches und das kulturelle Selbstverständnis ihrer Partei.

Zankl gab einen Überblick über den dichten Bilderbogen des Kultur-und Kunstangebots sowie zahlreicher konkreter Veranstaltungen in Wien im abgelaufenen Jahr aber auch in aktueller Hinsicht, bewertete die Umstrukturierung der Vereinigten Bühnen Wien als "gelungen" und gab zudem ihrer Freude darüber Ausdruck, dass sich "das Theater an der Wien in kurzer Zeit mit einer Mischung aus klassischen Opern und höchster Qualität, selten gespielten Barockopern, aber auch zeitgenössischen Opern einen ausgezeichneten Namen gemacht und sich als das Opernhaus der Stadt Wien etablieren hat können". Lob gab es auch für das Museumsquartier, das Tanzquartier, "dem", so die Mandatarin, "Intendantin Gareis in dankenswerter Weise ein klares Profil gegeben hat".

Mit einer Retrospektive über einige wichtige Ausstellungen im vergangenen im Jahr aber auch mit dem Hinweis auf einige, zwar nicht ständig im kulturellen Brennpunkt stehenden, nichtsdestoweniger höchst besuchenswerte Dauerausstellungen bzw. Museen schloss Zankl ihre Ausführungen. (Schluss)

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