• 20.06.2009, 09:00:00
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Fekter zum Weltflüchtlingstag: Schutz vor Verfolgung ist humanitäreTradition in Österreich

Rasche Hilfe für Verfolgte als Verpflichtung Österreichs

Wien (OTS) - "Sicherheit gestalten heißt auch, dass wir verfolgte
Menschen unterstützen", sagt Innenministerin Maria Fekter anlässlich
des Weltflüchtlingstags. "Das stellt eine konsequente Verpflichtung
dar, der Österreich seit dem Beitritt zur Genfer
Flüchtlingskonvention 1955 nachkommt und die sich darin ausdrückt,
wie sehr die Österreicherinnen und Österreicher in den letzten
Jahrzehnten vorbildhaft geholfen haben."

Zwischen 2002 und 2008 wurde rund 27.000 Personen in Österreich Asyl
gewährt. Die meisten Asylanträge in diesem Jahrzehnt gab es im Jahr
2002 mit 39.354; 2008 waren es 12.841 Anträge. Von Jänner bis Mai
2009 haben insgesamt 6.222 Fremde internationalen Schutz in
Österreich beantragt, das sind 37 Prozent mehr als im
Vergleichszeitraum des Vorjahres. 425 von ihnen waren unbegleitete
Minderjährige. Die meisten Asylwerber kamen aus der Russischen
Föderation (1.420), gefolgt von Afghanistan (793), und Kosovo (559).

2008 lag Österreich in der Asylwerberaufnahmestatistik unter den 27
EU-Staaten an achter Stelle - hinter Frankreich, Italien,
Großbritannien, Schweden, Deutschland, Griechenland und den
Niederlanden. Bei den Asylanträgen pro 1.000 Einwohner war Österreich
hinter Malta, Zypern, Schweden und Griechenland an fünfter Stelle.

In den Betreuungsstellen und Erstaufnahmestellen des
Bundesministeriums für Inneres in Traiskirchen, Thalham, Bad Kreuzen
und Reichenau befanden sich mit Stand 19. Juni 2009 insgesamt 1.216
Asylwerber. Von den Bundesländern wurden zu diesem Stichtag insgesamt
22.856 Asylwerber betreut.

Die Asylwerber erhalten bei ihrer Aufnahme in die Betreuungsstelle
Unterkunft, Verpflegung, Bekleidung, Hygieneartikel und 40 Euro
Taschengeld pro Monat. Dazu kommen die medizinische und soziale
Betreuung sowie die Rechtsberatung. 2008 gab das Innenministerium
rund 1,5 Millionen Euro im Bereich der Beratung für Asylwerber aus.
Darüber hinaus gibt es über den Europäischen Flüchtlingsfonds (EFF)
jährlich Fördermittel. 2008 wurden 53 EFF-Projekte mit über 3 Mio.
Euro aus Mitteln des Innenministeriums kofinanziert.

Ein wesentliches Ziel des Innenministeriums ist die Integration von
Asylberechtigten. Das betrifft vor allem die Sprachausbildung, die
Wohnbetreuung und den Zugang zum Arbeitsmarkt. In diesem Bereich gibt
es eine enge Zusammenarbeit mit dem Österreichischen
Integrationsfonds. Das Innenministerium stellt für Asylberechtigte
unter anderem Mittel für die Integrationsbetreuung, Lernbetreuung und
Aufgabenhilfe, Kinderbetreuung in Integrationswohnheimen,
Deutschkurse und für verschiedene andere Projekte zur Verfügung.

Rückfragehinweis:

Mag. Martin Brandstötter
   Pressesprecher der Bundesministerin
   Bundesministerium für Inneres
   Telefon: +43-(0)1-53126-2027
   mailto: martin.brandstoetter@bmi.gv.at 	
   
   Bundesministerium für Inneres
   Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit - Infopoint
   Tel +43-(0)1-53 126-2488 
   mailto:infopoint@bmi.gv.at
   www.bmi.gv.at

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