Justizministerkonferenz zum Thema häusliche Gewalt

Bandion-Ortner zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt

Tromsö (OTS) - Heute, Freitag, geht im norwegischen Tromsö die 29. Europäische Justizministerkonferenz des Europarates zu Ende. Thema der Konferenz, an der Vertreter aus 47 europäischen Staaten sowie der UNO und EU teilgenommen haben war "Das Schweigen durchbrechen -gemeinsam gegen häusliche Gewalt".
Bundesministerin Claudia Bandion-Ortner, die im Rahmen der Veranstaltung zur stellvertretenden Vorsitzenden der Konferenz gewählt wurde, betonte die Wichtigkeit des Themas: "Die Zeiten, in denen über Gewalt in der Familie nicht gesprochen wurde, in denen man einfach weggeschaut hat, sind vorbei! Es darf kein Tabu geben, weil vor allem Kinder und Frauen die Leidtragenden sind. Einen Schritt zu Schutz durch Recht bedeutet es auch, dass man die Probleme offen ausspricht."
Österreich wird - nach der Türkei - als Gastgeber der übernächsten Konferenz fungieren.
Die heute zu Ende gegangene Justizministerkonferenz wird drei Resolutionen bezüglich der Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt, Rechtshilfe in Strafsachen und der Tätigkeit des Europarates zugunsten der Rechtsstaatlichkeit verabschieden. Bandion-Ortner wies darauf hin, dass die österreichische Justiz zuletzt mit dem 2. Gewaltschutzgesetz ihre Vorreiterrolle im Bereich der Verhütung und Bekämpfung häuslicher Gewalt unter Beweis gestellt habe: "Das Thema ist mir ein besonderes Anliegen. Ich möchte aber auch hervorheben, dass Väter ein wichtiger Teil der Familie sind und sich die große Mehrheit um einen liebevollen und umsorgenden Umgang bemüht. Auch das muss einmal gesagt sein."

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