Austria Solar: Sozialpartner-Weißbuch bestätigt Dringlichkeit der Energiewende

Wien (OTS) - Sozialpartner bestätigen Forderung nach Ausbau Erneuerbarer Energie. Große Potenziale bestehen bei Raumwärme. Hier kann Solarenergie zentralen Beitrag leisten, wie Solarwärme Roadmap 2020 zeigt.

"Auch die Sozialpartner haben endlich erkannt, dass ein rascher Umbau des Energiesystems zur Erreichung der EU Klima- und Energie-Ziele für 2020 notwendig ist", sagt Robert Kanduth, Obmann des Verbandes Austria Solar. "Mit dem Konsens der vier Sozialpartner und der Industriellenvereinigung ist eine breite gesellschaftliche Basis gegeben, um erneuerbare Energien zügig auszubauen." Die im Weißbuch angeführten Handlungsempfehlungen geben bereits eine Richtung für Ausbauziele vor. Im Detail müssen nun konkrete Maßnahmen folgen, um die Potenziale bis zum Jahr 2020 umzusetzen.

Solares Raumwärmekonzept

Zur verstärkten Nutzung erneuerbarer Energieträger zur Bereitstellung von Raumwärme fordern die Sozialpartner ein umfassendes Raumwärmekonzept. Der Bereich Raumwärme, Kühlung und Warmwasserbereitung in Gebäuden schlägt mit 30 Prozent Anteil am Endenergieverbrauch zu Buche. Hier bestehen sehr große Potenziale für die Verringerung des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen. Die von AEE INTEC im Auftrag des BMLFUW in Abstimmung mit den Ministerien BMVIT und BMWJF erstellte "Solarwärme Roadmap 2020" zeigt, dass die Hälfte des notwendigen Ausbaues von Erneuerbarer Energie im Bereich Raumwärme mit Solarwärme abgedeckt werden könnte. In ihrer Lebensdauer würden diese Solaranlagen bis zu 70 Millionen Tonnen CO2-Emissionen einsparen, ein wichtiger Beitrag zur Erreichung der Klimaziele. "Mit prognostizierten 60.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen bis zum Jahr 2020 wäre eine Solaroffensive darüber hinaus eine wirksame Konjunkturmaßnahme", so Kanduth. Voraussetzung sind die Forcierung der solaren Sanierung im Wohnbau, die Aufnahme von Solarwärme bei Neubauten als Fördervoraussetzung, Impulsförderprogramme für Solarwärmeanwendungen in Gewerbe und Dienstleistungsgebäuden, Schulungsoffensiven im Handwerk und verstärkte Forschung und Technologieentwicklung für neue Anwendungen wie Klimatisierung und Prozesswärme. Diese Vorschläge sind ein wichtiger Input für die "Energiestrategie Österreich", welche in den nächsten Monaten erarbeitet wird.

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