Stauber: Handlungsbedarf bei vermeidbaren Umweltschäden in unmittelbarer Nähe von Wohnanlagen und bei hauseigenen Kläranlagen

Kärntner SPÖ-Nationalrat fordert Minister Berlakovich zum Handeln auf

Wien (SK) - "Es ist leider unbestritten, dass es im Zuge der Klimaveränderung auch in Österreich immer früher, oft bereits ab Mitte Mai, zu schweren Regenfällen und Niederschlägen kommt. Die dabei entstehenden Wassermassen bilden gemeinsam mit der lockeren Erde der neu bestellten Maisfelder einen gefährlichen Schlamm", erklärte der SPÖ-Nationalratsabgeordnete und Bürgermeister Peter Stauber gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Diese Schlammmassen stellen für nahe gelegene Wohngebiete und für die öffentliche Infrastruktur eine große Bedrohung dar, weil sie zur Vermurung von Straßen und zur Verschlammung von Kanälen sowie von Kellern und Wohneinheiten in Privatgebäuden führen. "Es ist nicht einzusehen, warum Wohnhauseigentümer und auch die Gemeinden starke finanzielle Belastungen hinnehmen müssen, nur weil ein paar wenige Bauern aus reinem Eigennutz ehemalige Wiesen in unmittelbarer Nähe von Wohnanlagen und Wohnhäusern zu Maisfeldern ausbauen müssen", ergänzte Stauber. ****

Der St. Andräer Bürgermeister hat deshalb am Mittwoch im Nationalrat eine schriftliche Anfrage eingebracht, in der er Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich auffordert, nach Möglichkeiten zu suchen, um die auf diese Weise geschädigten Wohnhauseigentümer und Gemeinden zu entschädigen und den Bauern für den Umstieg auf Getreideanbau oder Grünland Ausgleichszahlungen für einen eventuellen Ertragsausfall zur Verfügung zu stellen.

Außerdem forderte Nationalrat Stauber in einer weiteren Anfrage Umweltminister Berlakovich auf, dass auch sein Ressort nach Möglichkeit zur finanziellen Entlastung der Bewohner des ländlichen Raumes beiträgt. "Ich setzte mich deshalb im Nationalrat und gegenüber Minister Berlakovich dafür ein, dass künftig die teure verpflichtende Überprüfung bei funktionierenden hauseigenen biologischen Kläranlagen nur mehr alle drei Jahre anstatt wie bisher jährlich stattzufinden hat", betonte Stauber. Für jene Hauseigentümer, die nicht über die Möglichkeit eines Anschlusses an das öffentliche Kanalnetz verfügen, bedeutet nämlich die jährliche Überprüfung ihrer hauseigenen Kläranlage gerade in wirtschaftlich ungünstigen Zeiten oft eine große finanzielle Belastung.

"Gerade in Zeiten einer Wirtschaftskrise ist es notwendig, die Menschen im ländlichen Raum finanziell zu entlasten und die Wohnhauseigentümer und Gemeinden gegenüber vermeidbaren Umweltschäden zu schützen", schloss der Kärntner Nationalrat Peter Stauber. (Schluss) mo/mp

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