Mitterlehner: Tourismus hat sich in der Krise als resistent erwiesen

Zielgenauigkeit und Effizienz des Tourismusförderungs-Systems werde überprüft

Wien (ÖVP-PK) - In den vergangenen Monaten haben sich trotz der Krise einige Sektoren als resistent erwiesen, beispielsweise der Tourismus. Er verzeichnete die beste Wintersaison aller Zeiten, sagte heute, Mittwoch, Wirtschaftsminister Dr. Reinhold Mitterlehner bei der Debatte über die Evaluierung der Tourismusförderungen. Der Umsatz ist im Winter auf 12,19 Milliarden Euro gestiegen. Die Nächtigungszahlen sind nur leicht zurück gegangen. ****

Das gute Ergebnis sei vor allem darauf zurückzuführen, dass die Konsumenten auch in Krisenzeiten Urlaub machen und Besucher aus den Nahmärkten stärker zu uns kommen. Trotzdem gelte es, gerade in Zeiten der Krise auch entsprechende Rahmenbedingungen für kleine und große Unternehmen zur Verfügung zu stellen, verwies der Minister unter anderem auf die mit den Konjunkturpaketen für den Tourismus beschlossenen Maßnahmen. Diese sollen durch zusätzliche Kreditmittel und Haftungsübernahmen dazu beitragen, dass Unternehmen auch in Zeiten einer Finanz- und Wirtschaftskrise Investitionsprojekte durchführen können.

Die Österreichische Hotel- und Tourismusbank als Spezialbank zur Finanzierung und Förderung von Investitionen im Tourismus habe von Jänner bis Mai 2009 714 Kreditansuchen behandelt, was eine Steigerung um 16,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeute. Diese hohe Investitionstätigkeit im Tourismus sei "beachtlich und erfreulich", so Mitterlehner weiter, auch wenn Großprojekte eher zurückgestellt würden.

Die Zielgenauigkeit und Effizienz des derzeitigen Systems der Tourismusförderung des Bundes werde überprüft, wie dies auch im heute eingebrachten Entschließungsantrag festgeschrieben sei, so der Minister weiter.

Der Fünf-Parteien-Antrag sieht auch vor, im Rahmen der nächsten Budgetverhandlungen in Abstimmung mit der Wirtschaftskammer Österreich eine Erhöhung der derzeitigen Mitgliedsbeiträge der Österreich Werbung zu prüfen. Mitterlehner verwies zudem auf das Sonderbudget vom Wirtschaftsministerium mit drei Millionen Euro und der Wirtschaftskammer mit einer Million Euro, das eine "Ergänzung" darstelle. Auch in Zukunft werde man sich bemühen - wenn die Notwendigkeit bestehe - weitere Sonderaktionen bzw. eine kontinuierliche Erhöhung des ÖW-Budgets zustande zu bringen. (Schluss)

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