Kitzmüller: Kindererziehungszeiten im Pensionsrecht verdoppeln

Jedes Kind bedeutet für Mütter einen durchschnittlichen Pensionsverlust von rund 10 Prozent

Wien (OTS) - Die Erziehung und Betreuung von Kindern müsse in
einem gerechten Pensionssystem - sowohl bei den Beiträgen als auch bei der Pensionshöhe - entsprechend anerkannt werden. "Aus freiheitlicher Sicht ist daher notwendig, den Wert der Kindererziehungszeiten im Pensionsrecht zu verdoppeln", forderte heute die Familiensprecherin des FPÖ-Parlamentsklubs und Landesparteiobmann-Stellvertreterin der FPÖ Oberösterreich, NAbg. Anneliese Kitzmüller. Die FPÖ brachte in der heutigen Sitzung des Parlaments einen entsprechenden Entschließungsantrag ein.

Kitzmüller verwies in ihrem Debattenbeitrag darauf, "dass jedes Kind für die Mütter einen durchschnittlichen Pensionsverlust von rund 10 Prozent beträgt. Das sind immerhin zirka 70 Euro im Monat. Mütter kinderreicher Familien erhalten in vielen Fällen überhaupt keine Pension und mit der Pensionsreform 2003 - bei der die Durchrechnung auf die Lebensarbeitszeit eingeführt wurde - wurde die Situation noch verschlimmert." Deshalb sei es notwendig, den Wert der Kindererziehungszeiten im Pensionsrecht zu verdoppeln. "Dadurch hätte der erziehende Elternteil zumindest diese rund 70 Euro mehr im Monat", so Kitzmüller.

Die FPÖ-Familiensprecherin betonte, dass die Leistungen des heimischen Pensionssystems "nicht zu trennen sind von familienpolitischen Rahmenbedingungen - und schon gar nicht von der Stärkung der Stellung der Frau als Mutter!" Eine ausreichende Berücksichtigung der Kinderzahl im Steuer- und Pensionsrecht, aber auch die Direktzahlungen seien kein selbstloses Geschenk, das der Staat mache. "Im Gegenteil: Sie sind der gerechtfertigte Ausgleich, der den Eltern zusteht, für die unersetzlichen Leistungen, die sie erbringen. Nur durch die Kinder und die damit verbundene Betreuung und Erziehungsarbeit, die die Mütter leisten, sind die Pensionen für die Zukunft gesichert", hob Kitzmüller hervor.

Schon heute wandern rund 7 Milliarden Euro von den Mehrkinderfamilien zu den Kinderlosen und zu den Einkindfamilien. "Diese Vernachlässigung des systemnotwendigen 'generativen' Beitrages des Pensionsvertrages muss im Interesse aller schleunigst korrigiert werden. Die Erziehung und Betreuung von Kindern muss in einem gerechten Pensionssystem sowohl bei den Beiträgen als auch bei der Pensionshöhe entsprechend anerkannt werden", bekräftigte Kitzmüller abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

FPÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0015