Handystrahlung: Bures:- Nehmen Sorgen der Bevölkerung sehr ernst - Nach Stand der Wissenschaft keine gesundheitliche Gefährdung

Für die Zukunft Senkung der Grenzwerte nicht ausgeschlossen - "Aber nur auf Basis seriöser wissenschaftlicher Untersuchungen"

Wien (BMVIT) - Infrastrukturministerin Doris Bures betont, dass
sie die Sorgen der Bevölkerung im Zusammenhang von Mobilfunk und Gesundheit sehr ernst nehme. "Seitens des BMVIT gibt es eine intensive, seriöse Aufarbeitung aller wissenschaftlichen Erkenntnisse zu diesen Fragen", betont die Ministerin. Dazu gibt es ein unabhängiges Expertengremium, den "Wissenschaftlichen Beirat Funk", das jedes Jahr alle nationalen und internationalen Studien zu Mobilfunk und Gesundheit analysiert. Der letzte Bericht wurde im April vorgelegt, mit dem zentralen Ergebnis: "Nach heutigem Stand der Wissenschaft kommt es bei Einhaltung der Grenzwerte zu keiner gesundheitlichen Gefährdung im Umgang mit Mobilfunk." Die Ministerin betont aber ausdrücklich, dass für die Zukunft eine Senkung der Grenzwerte nicht ausgeschlossen ist, "aber natürlich nur auf Basis seriöser wissenschaftlicher Untersuchungen". ****

Die geltenden Grenzwerte wurden von der Internationalen Kommission zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung (ICNIRP ) festgelegt, von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) übernommen, von der Europäischen Union (EU) in Form einer Ratsempfehlung empfohlen und sind in Österreich verbindlich in einer ÖNorm festgesetzt. Im Telekommunikationsgesetz ist der Schutz der Gesundheit im Paragraph 73 normiert: "Bei der Errichtung und Betrieb von Funkanlagen und Telekommunikationsendeinrichtungen müssen der Schutz des Lebens und der Gesundheit von Menschen gewährleisten sein." Die realen gemessenen Immissionswerte bei Handymasten liegen im Übrigen um den Faktor 100 bis Faktor 1.000 unter den Grenzwerten.

Zu der im heutigen Ö1-Morgenjournal zitierten Untersuchung aus Belgien ist anzumerken, dass es sich dabei um eine Doktorarbeit handelt, die bislang nicht in den wissenschaftlichen Journalen publiziert wurde. Der betreuende Professor, Andre Van der Vorst, ist laut Medienberichten vom Vorjahr aber "sehr vorsichtig" bei der Frage, inwieweit die Erkenntnisse der Tierversuche im Labor direkt auf den Menschen übertragbar seien. (Schluss)

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