GPA-djp: Endlich Rechtssicherheit für TrainerInnen

BetriebsrätInnen in privaten Bildungseinrichtungen verfassen Resolution

Wien (GPA-djp) - Die BetriebsrätInnen in privaten Bildungseinrichtungen haben gestern eine Resolution verfasst, in der sie die Anstellung von bisher freien DienstnehmerInnen als klaren Fortschritt und Meilenstein für mehr Rechtssicherheit und verbindliche Mindestnormen begrüßen: "Seit Jahren äußern die BetriebsrätInnen der Branche die Befürchtung, dass die Vertragsgestaltung der Bildungseinrichtungen in vielen Fällen nicht rechtskonform war. Die Honorarkräfte waren gerne gesehen, um das wirtschaftliche Risiko auf sie abzuwälzen und Abgaben und Steuern zu sparen", sagt Maximilian Jäger, Sprecher für die Betriebsräte der privaten Bildungseinrichtungen. ++++

In der Resolution fordern die BetriebsrätInnen der privaten Bildungseinrichtungen die ArbeitgeberInnen auf, die Verantwortung für die von ihnen geschaffene Situation zu übernehmen und einen faireren Übergang in die echten Dienstverhältnisse sicherzustellen. Das gilt insbesondere für die korrekte Einstufung in den Kollektivvertrag, der Anrechnung aller Vordienstzeiten sowie der kollektivvertragskonformen Anerkennung der Vor- und Nachbereitungszeiten als eigenen Teil der vertraglich entlohnten Arbeitszeit.

"Jetzt ist die Luftblase der Arbeitgeber zerplatzt. Fragwürdige Geschäftsmodelle, die viele Jahre für günstige TrainerInnen gesorgt haben, ohne dass Mindestnormen eingehalten werden mussten, gilt es jetzt zu überarbeiten", erklärt Anita Stavik, Wirtschaftsbereichssekretärin in der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp).

Die Einbeziehung der TrainerInnen in den Kollektivvertrag schiebt dem ruinösen Wettbewerb über die Honorare und Arbeitsbedingungen endlich einen Riegel vor. "Der Großteil der Betroffenen wird durch die Anstellung profitieren", so Stavik.
Die Leistungen des Kollektivvertrages, wie z.B. jährliche Gehaltserhöhungen, Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, 5 Tage Bildungsfreistellung und auch das Recht auf 25 Tage Urlaub im Jahr sowie Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall bringen darüber hinaus vielen TrainerInnen bessere und sichere Bedingungen.

"Die BetriebsrätInnen der Branche und die GPA-djp bieten den Beschäftigten Rat und Unterstützung bei der Gestaltung ihrer Verträge, um einen fairen und korrekten Übergang sicher zu stellen", versichern Jäger und Stavik.

ÖGB, 17. Juni 2009 Nr. 380

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