Grüne Wien/Puller: Cable Liner am Hauptbahnhof ist unsinniges Prestigeprojekt von Bürgermeister Häupl

Puller: Teurer Cable Liner kann Fehlplanung nicht vertuschen

Wien (OTS) - Mit der heutigen Aussage "ein moderner Stadtteil braucht ein modernes Verkehrsmittel" will Bürgermeister Häupl anscheinend die Fehlplanung vertuschen, dass die U1 seinerzeit am Südbahnhof vorbei gebaut wurde. "Der heute vom Bürgermeister unterzeichnete Planungsvertrag für einen Cable Liner dient vor allem den Interessen privater Investoren. Der Cable Liner ist keine seriöse und adäquate Verbindung für die künftigen Fahrgäste zwischen Hauptbahnhof und der U-Bahn", kritisiert die Grüne Verkehrssprecherin Ingrid Puller diese Entscheidung.

Vor allem die Kosten explodieren jetzt schon. Sprach man ursprünglich von ca. 40 Millionen Euro für die Strecke Südtirolerplatz-Hauptbahnhof, verdoppeln sich jetzt - bei einer Verlängerung zur künftigen U2-Station Gudrunstraße - die Investitionskosten. Da es dieses Betriebssystem in Wien noch nicht gibt, ist mit sehr hohen Betriebs- und Wartungskosten zu rechnen. Allein die Detailstudie soll 700.000 Euro verschlingen.

"Das ist Steuergeldverschwendung pur", so Puller. "Auch wenn es der Bevölkerung als noch so modern verkauft wird: Das mittlerweile 80 Millionen Euro teure Cable Liner-Projekt ist ineffizient, passt zu einen Flughafen, aber nicht in dichtverbautes Stadtgebiet. Auch unabhängige Verkehrsexperten haben den Cable Liner erst vor kurzem als Schildbürgerstreich bezeichnet. Unterirdische Beförderungsbänder sind eine einfache und kostengünstige Alternative zwischen dem Hauptbahnhofgebäude und der U-Bahn. "Bestehende Verkehrsmittel können um einen Bruchteil der Kosten verstärkt bzw. verlängert werden", so Puller abschließend.

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