Heinisch-Hosek: Schritt für Schritt Verbesserungen zur Gleichstellung am Arbeitsmarkt vornehmen

Gegen Gehaltsschere vorgehen - Wichtige Schritte zur Gehaltstransparenz gesetzt

Wien (SK) - Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek betonte am Mittwoch im Nationalrat, dass sie überzeugt sei, dass "es miteinander gelingen kann, "Schritt für Schritt Verbesserungen ins Gesetz zu schreiben, damit Gleichstellung auf dem Arbeitsmarkt Wirklichkeit werden kann". Angesichts der auseinandergehenden Gehaltsschere gebe es einen klaren Handlungsbedarf, so Heinisch-Hosek, die unterstrich, dass bereits wichtige Maßnahmen zur Gehaltstransparenz in Vorbereitung seien. Einen Grund für das Auseinanderklaffen der Löhne ortete die Frauenministerin in der "nicht freiwillig gewählten Teilzeit" von Frauen, die wegen der Schlechterbewertung oft zur "Falle" werde. Froh zeigte sich die Frauenministerin hingegen darüber, dass der Gleichbehandlungsbericht 2006 und 2007 im Parlament heute als prominenter erster Tagesordnungspunkt breit diskutiert wurde. ****

Die Frauenministerin machte weiters klar, dass Gleichstellungspolitik eine "Politik der kleinen Schritte" sei, weil hier alle mitspielen müssten. Zum Thema Gehaltstransparenz im Gleichbehandlungsgesetz verdeutlichte Heinisch-Hosek, dass hier geplant sei, betriebsintern (per Betriebsintranet oder per Anschlag) "in bestimmten Verwendungsgruppen die Kollektivvertragsverwendungen getrennt nach Geschlechtern offenzulegen". Heinisch-Hosek sieht hierin einen ersten wichtigen Schritt zur Gehaltstransparenz. In einem zweiten Schritt sollte schon bei Stellenausschreibungen die Art des Kollektivvertrags und die Bandbreite eines Bruttolohns mitveröffentlicht werden, so die Frauenministerin.

Grundsätzlich gehe es um die ökonomische Unabhängigkeit von Frauen, um die sexuelle Selbstbestimmung von Frauen und um das Recht auf ein gewaltfreies Leben, so Heinisch-Hosek, die klarmachte, dass sich immer mehr Frauen in diesem Zusammenhang an die Gleichbehandlungskommission und -anwaltschaft wenden. In den Jahren 2006 und 2007 hätten sich jeweils rund 4.000 Menschen an die Gleichbehandlungsanwaltschaft gewandt, so Heinisch-Hosek, die sich bei den MitarbeiterInnen herzlich für ihre hervorragende Arbeit bedankte. Ergänzend fügte die Frauenministerin hinzu, dass sich an die Gleichbehandlungskommission 138 Fälle gewandt haben - Hauptgründe seien hier sexuelle Belästigung und Entgeltdiskriminierung. (Schluss) mb

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