Strache: Mindestlohn für Wiener KindergartenpädagogInnen gefordert

Arbeitsbedingungen in der Bundeshauptstadt unter jeder Kritik

Wien, 17-06-2009 (fpd) - Da die Arbeitsbedingungen für Kindergartenpädagogen und -pädagoginnen gerade in der Bundeshauptstadt unter jeder Kritik seien, fordert heute der Landesparteiobmann der FPÖ-Wien, NRAbg. Heinz-Christian Strache die Einführung eines Mindestlohnes von 1800 Euro brutto.

Jene Berufsgruppe trage eine beträchtliche Verantwortung und würde täglich mit neuen, außergewöhnlichen Herausforderungen konfrontiert. Dass die wertvolle Arbeit von KindergärtnerInnen mit mageren 1300 Euro brutto entlohnt werde, sei ein Affront und zeige die Geringschätzung der Wiener SPÖ für diesen wertvollen Beruf. Immerhin seien Pädagogen keine einfachen Betreuer, sondern sollten dafür Sorge tragen, dass die Kleinkinder im Laufe der Zeit Schulreife wie auch soziale und sprachliche Kompetenzen erlangen. Gerade im Alter von 3 bis 5 Jahren sei eine fundierte Betreuung von größter Bedeutung. Im Kindergarten werden spielerisch und vor allem altersadäquat die Weichen für gelungene Integration, für Toleranz und ein funktionierendes Miteinander gestellt, sowie soziale Kontakte auch außerhalb des Familienumfeldes ermöglicht. Dies alles geschehe unter Beaufsichtigung, Anleitung und Förderung durch pädagogische Maßnahmen von KindergärtnerInnen. Durch die erschwerten Arbeitsbedingungen könnten diese ihre Aufgaben aber kaum noch wahrnehmen sondern hauptsächlich nur mehr als Aufpasser agieren und versuchen, Verletzungen der Kinder zu vermeiden. Für tatsächliche pädagogische Arbeit bleibe bei 25 Kindern - und wie bekannt sei, sind es gesetzeswidrigerweise auch oft mehr - keine Zeit mehr, kritisiert Strache.

In einer Wiener Kindergartengruppe sei es keine Seltenheit, dass 10 und mehr Nationalitäten aufeinandertreffen und viele Kinder nur ihre Muttersprache sprechen, aber kein Wort Deutsch verstehen. Dass hier ein Pädagoge nicht viel ausrichten könne und die Kinder bei der Einschulung längst nicht schulreif seien, sei wenig verwunderlich. Wenn also die Stadt-SPÖ weiterhin nicht einsehe, dass die miserablen Arbeitsbedingungen gekoppelt mit der schlechten Entlohnung der Grund für das Desinteresse an diesem Beruf sei, so werde sie mit der Einführung des Gratiskindergartens über ihre eigenen Füße stolpern. Zu erwarten seien zu Recht unzufriedene PädagogInnen und Eltern, die sich bald gemeinsam auf die Straße stellen werden, wenn sich Häupl nicht bald bemüßigt fühle, hier etwas positiv zu ändern. Die FPÖ-Wien fordert daher einen Mindestlohn von 1800 Euro brutto für KindergärnterInnen, sowie mehr PädagogInnen in kleineren Gruppen, damit die Vorbereitung auf die Schulzeit auch tatsächlich funktionieren könne, so Strache abschließend. (Schluss) hn

Rückfragen & Kontakt:

Klub der Freiheitlichen
Pressestelle
Tel.: (01) 4000 / 81 798

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFW0002