Arbeitsmarktpaket II - Csörgits: SPÖ-geführte Regierung kämpft um jeden Arbeitsplatz

Wien (SK) - "Sozialminister Hundstorfer reagiert rasch und entschlossen mit einem zweiten Arbeitsmarktpaket zur Bewältigung der Krise. Denn eines ist für die SPÖ klar: Die ArbeitnehmerInnen haben die Krise nicht verursacht, deshalb darf sie auch nicht auf ihrem Rücken ausgetragen werden", begrüßte SPÖ-Sozialsprecherin Renate Csörgits das heute von Sozialminister Hundstorfer präsentierte Arbeitsmarktpaket. Dieses Paket bringt Verbesserungen bei der Kurzarbeit, der Altersteilzeit, der Bildungskarenz, beim Solidaritätsprämienmodell sowie die Einrichtung einer Jugendstiftung. "Wir beschließen das Paket noch vor dem Sommer im Nationalrat, damit alle Unterstützung erhalten, deren Arbeitsplätze in Gefahr sind oder in der Krise den Arbeitsplatz bereits verloren haben und für Junge, die erst gar keinen bekommen haben", so Csörgits am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Csörgits wies auf wichtige Eckpunkte des Pakets hin: Die Kurzarbeit wird weiterentwickelt, die mögliche Dauer auf maximal 24 Monate ausgeweitet und ab dem siebten Monat übernimmt das AMS die Sozialversicherungsbeiträge. Weiters sei die Vereinfachung der Altersteilzeit zu nennen, durch einfachere Auszahlungs- und Abrechungsmodalitäten und den Wegfall des Ersatzkrafterfordernisses, einen Kostenersatz von 55 Prozent bei geblockter Altersteilzeit und 90 Prozent bei kontinuierlicher Altersteilzeit.

Neu und verbessert wird auch die Bildungskarenz, bei der das erforderliche Dienstverhältnis im Unternehmen von einem Jahr auf sechs Monate gesenkt wird und für eine Dauer zwischen zwei Monaten und einem Jahr (bisher mindestens drei Monate und einem Jahr) in Anspruch genommen werden kann. ArbeitnehmerInnen in Bildungskarenz erhalten Weiterbildungsgeld in Höhe des Arbeitslosgeldes, können bis zur Geringfügigkeitsgrenze dazuverdienen und das Beschäftigungsverhältnis bleibt aufrecht.

"Besonders wichtig ist uns die Bekämpfung der steigenden Jugendarbeitslosigkeit. Denn gerade den Jugendlichen müssen wir Sicherheit und Perspektiven bieten, um sie nicht in die Fänge rechter Hetzer zu treiben", so Csörgits. Es wird eine neue Arbeitsstiftung eingerichtet, speziell für jugendliche Arbeitssuchende, die eine Umstieg in eine neue Beschäftigung bewältigen müssen. Dabei wird der Fokus speziell auf neue oder zusätzliche Ausbildungen und Kenntnisse gelegt.

Gefördert werden künftig auch Einzelpersonenunternehmen, die erstmalig einen jungen Arbeitssuchenden bis 30 Jahre aufnehmen, hier werden vom AMS für ein Jahr die Sozialversicherungsbeiträge des Dienstgebers übernommen. "Das Paket zeigt: Es wird in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft alles getan, um die Auswirkungen der Krise auf die Menschen so gering wir möglich zu halten", so die SPÖ-Sozialsprecherin abschließend. (Schluss) alu/mp

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