Trinkwasser für Cantemir

Österreich leistet Hilfe zur Selbsthilfe in Moldau

Wien, 17.06.2009 (OTS) - "1.075 Haushalte und viele öffentliche Gebäude der moldauischen Bezirkshauptstadt Cantemir werden mit österreichischer Hilfe erstmals mit einwandfreiem Trinkwasser versorgt", freut sich Brigitte Öppinger-Walchshofer, Geschäftsführerin der Austrian Development Agency, der österreichischen Entwicklungsagentur. "Wasser bedeutet Entwicklung! Sauberes Wasser verbessert nicht nur die unmittelbare Lebenssituation der Menschen, für die Stadt und ihr gesamtes Umfeld ergeben sich dadurch auch dringend notwendige wirtschaftliche Perspektiven." Die neue Anlage zur Trinkwasserversorgung wird am 17. Juni von VertreterInnen Moldaus und Österreichs, darunter dem österreichischen Botschafter für Rumänien und die Republik Moldau, Dr. Martin Eichtinger, eröffnet.

- Prekäre Versorgungssituation macht österreichische Unterstützung erforderlich -
Mit einem Durchschnittseinkommen von ungefähr 150 Dollar pro Monat gilt Moldau als eines der ärmsten Länder Europas. Weite Teile der Bevölkerung leiden aufgrund mangelhafter Trinkwasserversorgung an chronischen Erkrankungen und Hepatitis. Die EinwohnerInnen der Stadt Cantemir wurden bisher nur wenige Stunden täglich mit Wasser schlechter Qualität versorgt. Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit leistete Hilfe zur Selbsthilfe: Mehr als 1,3 Millionen Euro wurden für die gemeinsam mit Partnern vor Ort durchgeführte Errichtung der Trinkwasseraufbereitungsanlage und Instandsetzung des Leitungsnetzes zur Verfügung gestellt.

- Österreich setzt auf Nachhaltigkeit -
Besonderen Wert legt Österreich auf Nachhaltigkeit: In Cantemir sorgt etwa ein spezielles Maßnahmenpaket dafür, dass Stadtgemeinde und Betreiber über das nötige Know-how für den kosteneffizienten und wirtschaftlichen Betrieb der Trinkwasseraufbereitung verfügen. Entsprechende Schulungsprogramme gewährleisten auch für die Zukunft eine fachmännische Wartung und Instandhaltung der Anlagen. Cantemir, das bis zum Zerfall der Sowjetunion 1991 ein Zentrum für Gemüse- und Obstanbau war, erhofft sich durch die moderne Trinkwasseranlage dringend notwendige wirtschaftliche Impulse und eine Verbesserung der Lebensqualität seiner BürgerInnen.

- Österreichs Engagement in Moldau -
Seit 2004 ist die Republik Moldau Schwerpunktland der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit. Bis heute wurden rund 6 Millionen Euro für verschiedene Projekte und Programme bereitgestellt. Neben nationalen Maßnahmen werden auch regionale Aktivitäten in Südosteuropa mit Moldau-Bezug unterstützt. Koordiniert wird das österreichische Engagement in Moldau mittels eines Auslandsbüros in Chisinau, der Hauptstadt des Landes. Michael Schieder, Leiter des Büros in Chisinau, abschließend: "Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit wird Cantemir auch weiter unterstützten. Als nächstes soll die Abwasserentsorgung der Stadt verbessert und modernisiert werden."

- Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) -
Die OEZA ist die öffentliche Entwicklungszusammenarbeit Österreichs. Sie unterstützt Länder in Afrika, Asien und Zentralamerika sowie Südosteuropa bei ihrer nachhaltigen sozialen, wirtschaftlichen und demokratischen Entwicklung. Das Außenministerium (BMeiA) plant die Strategien und Programme, die Austrian Development Agency (ADA) setzt diese mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen um.

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Tel.: +43 (01) 90399-2400
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