Wurm: Frauen nach wie vor in unserer Gesellschaft benachteiligt

Gleichbehandlung ist das Ziel - daher wird der Gleichbehandlungsbericht intensiv diskutiert

Wien (SK) - "Nach wie vor nehmen Frauen in unserer Gesellschaft
die benachteiligten Rollen ein. Das veraltete Bild von der Frau im Haushalt und dem Mann im Beruf ist noch immer in vielen Köpfen verankert", betonte Gisela Wurm, SPÖ-Bereichssprecherin für Frauen und Gleichbehandlung am Mittwoch im Nationalrat. "Das Gesetz schafft den Rahmen, und der sagt in Österreich eindeutig, dass Menschen aufgrund ihres Geschlechts, Alters, ihrer ethnischen Herkunft, Religion oder sexuellen Orientierung in keinster Weise benachteiligt, belästigt, beschimpft, herabgewürdigt, also diskriminiert werden dürfen," so Wurm, die weiter ausführte, dass in Österreich bereits viel erreicht worden sei und Benachteiligung von Frauen nicht mehr als "normal" angesehen werde. ****

"Gleichbehandlung ist unser Ziel, daher wird der Gleichbehandlungsbericht auch intensiv diskutiert", betonte die Abgeordnete und führte weiter aus, dass sich Senat 1 des Gleichbehandlungsberichts mit der Gleichbehandlung von Männern und Frauen befassen würde. Hier sei auffällig, so Wurm, dass 86 Prozent der Beschwerden wegen sexueller Belästigung am Arbeitsplatz von Frauen stammen würden. Die Benachteiligung von Frauen am Arbeitsplatz zeige sich, so Wurm, in verschiedenster Form. Dies reiche von schlüpfrigen Witzen, über geringere Bezahlung bei gleicher Arbeit, der Übergehung bei Beförderungen bis hin zu unerwünschten körperlichen Berührungen.

Oft würden Frauen auch von ihren Vorgesetzen unerwünschte Avancen gemacht. Eine Zurückweisung führe, so Wurm, häufig zu einer Verschlechterung der Arbeitsbedingungen für die Frau. "Es gibt allerdings auch Fälle in denen Männer aufgrund ihres Geschlechts diskriminiert werden", erklärte Wurm und verwies auf das Beispiel eines jungen Mannes, der aufgrund seines Geschlechts als Bäckereifachverkäufer mit der Begründung, dass dies ein reiner Frauenberuf sei, abgelehnt wurde. "Es liegt an uns allen, die Gesetzeslage weiter bekannt zu machen, ihre Umsetzung zu überprüfen und weitere Verbesserungen anzudenken. Der Gleichbehandlungsbericht zeigt, dass Österreich auf dem richtigen Weg ist. Dies darf uns aber nicht davon abhalten noch besser zu werden", schloss Wurm. (Schluss) sv

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