Musiol: Regierung feiert Gratiskindergarten und ignoriert massive Probleme

Untragbare Arbeitsbedingungen für KindergartenpädagogInnen rasch beseitigen

Wien (OTS) - "Jede Investition, die in Richtung eines
beitragsfreien Angebots von Kinderbetreuung getätigt wird, ist längst notwendig und daher zu begrüßen. Der 15a-Vereinbarung zum halbtags kostenlosen und verpflichtenden Kindergartenjahr werden die Grünen daher zustimmen. Die Jubelchöre der Regierung, sind aber ein Versuch, über Missstände hinweg zu feiern ", erklärt die Familiensprecherin der Grünen, Daniela Musiol.

Die Grünen befürchten, dass ab Herbst aufgrund des Mangels an Betreuungsplätzen Fünf-Jährige die Plätze von Kleinkindern besetzen und PädagogInnen künftig noch mehr Kinder pro Gruppe betreuen müssen. "Die Qualität von Kinderbetreuung wird ab Herbst massiv darunter leiden", befürchtet Musiol.

Die Berufsgruppe der KindergartenpädagogInnen hat die untragbaren Arbeitsbedingungen, wie: schlechte Bezahlung und zu viele Kinder pro Gruppe, bis jetzt sehr geduldig ertragen und mit unglaublichem persönlichen Einsatz versucht auszugleichen. Das Arbeiten am permanenten Limit muss ein Ende finden. "Es ist sehr unterstützenswert, dass Plattformen von PädagogInnen wie der 'Kindergartenaufstand' in Wien, nun an Protestmaßnahmen arbeitet und für seine und damit auch für die Rechte der Kinder eintritt".

Mit den Problemen im Kinderbetreuungsbereich konfrontiert, betont Familienstaatssekretärin Marek gerne die Verantwortung der Länder. Dabei müßte es der Bundesregierung ein Anliegen sein, dass alle Kinder und auch Ihre PädagogInnen in Österreich gleich gute Bedingungen vorfinden. Ein bundesweit einheitliches Grundsatzgesetz für Kinderbetreuung, wie es die Grünen in Anträgen wiederholt formuliert hat, ist dringend notwendig.

Die Regierung wäre gut beraten, den Unmut und die ersten Streikankündigungen von KindergartenpädagogInnen ernst zu nehmen. Angesichts der angespannten Lage muss es gemeinsames Ziel sein, PädagogInnen Rahmenbedingungen zu geben, in denen sie gerne arbeiten, im Beruf bleiben und auch in diesen wieder zurückkehren. Ohne konkrete Gegenmaßnahmen ist das Gegenteil zu befürchten, so Musiol.

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