AK zeichnet SchülerInnenprojekte gegen Werbeklischees und für kritischen Konsum aus

AK Projektinitiative: Wiener Schulen präsentierten ihre Arbeiten

Wien (OTS) - Von Kritik an der Werbung bis zur Arbeitwelt reichen die Themen der SchülerInnenprojekte, die heute in Wien von der AK Projektinitiative Arbeitswelt ausgezeichnet wurden. Den ersten Preis bekam die dritte Klasse der höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe Wien 10 für antisexistische Werbeclips, Zweite wurden die SchülerInnen der zweiten Klasse der Fachschule für wirtschaftliche Berufe Wien 9 mit einer Broschüre für kritischen Konsum, der dritte Preis ging an SchülerInnen der Fachschule für wirtschaftliche und soziale Berufe Wien 17 für eine geschlechterkritische Neubearbeitung von Shakespeares "Sommernachtstraum", Vierte wurden SchülerInnen des Caritas-Ausbildungszentrums für Sozialberufe mit einem Vergleich der Arbeitswelten in Wien und in Berlin. Vergeben wurden die Preise bei einer Präsentation aller Projekte im Rahmen der Initiative. "Wir wollen wissen, was die Anliegen der jungen Menschen sind", so Gabriele Schmid, Leiterin der AK Wien Abteilung Bildungspolitik. Gleichzeitig unterstützt die AK mit ihrer Initiative, dass die SchülerInnen gesellschaftliche und Arbeitswelt-Themen wie in der richtigen Arbeitswelt bearbeiten: in Teams, fächerübergreifend, in Kontakt mit Institutionen von außerhalb.

Für ihren antisexistischen Werbeclip drehten die SchülerInnen der höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe Wien 10 im Projekt "Geschlechtergerechte Werbung?" den Deospot um, wo ein Mann nach dem Einsprühen plötzlich sexy für Frauen wird: Eine Frau verwendet das Deo... Die FachschülerInnen aus Wien 9 produzierten im Projekt "Konsumentenerziehung" die konsumkritische Broschüre "Biologisch - na logisch". Die Grundlagen eigneten sie sich aus Unterlagen, im Internet und direkt vor Ort etwa am Bio-Bauernhof an. Die FachschülerInnen aus Wien 17 setzten sich mit Rollenklischees auseinander, indem sie Shakespeares "Sommernachtstraum" bearbeiteten:
In ihrem Projekt "Schnapp den Traum und die Realität wird bunt" machten sie aus "typisch männlichen" Rollen weibliche und umgekehrt. Außerdem spielten SchülerInnen mit nicht deutscher Muttersprache zunächst in ihrer Erstsprache. Die künftigen SozialarbeiterInnen in der Caritas-Schule besuchten Sozialeinrichtungen in Wien und in Berlin und erarbeiteten einen Vergleich der Sozialsysteme.

Insgesamt liefen im heurigen Schuljahr zwölf SchülerInnenprojekte im Rahmen der AK Initiative Arbeitswelt. Die beteiligten SchülerInnen präsentierten einander heute ihre Projekte. Ziel der Arbeiterkammer:
Die SchülerInnen sollen sich mit Wirtschaft, Gesellschaft und Arbeitswelt auseinandersetzen können - neun von zehn SchülerInnern werden später selbst einmal ArbeitnehmerInnen sein. Wesentlich ist auch, dass in den Projekten so gearbeitet wird wie später in der Arbeitswelt: Für die Projekte arbeiteten die SchülerInnen in Teams, die Themen wurden in mehreren Fächern gleichzeitig behandelt und zur Recherche gingen die SchülerInnen auch aus der Schule hinaus.

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