Walser zur Schuldebatte: Problem-Lösungen sind bekannt, es fehlt die Umsetzung

Schmied wird als Ministerin für Ankündigungen in Geschichte eingehen

Wien (OTS) - Vor ein paar Wochen war die drohende Pensionierungswelle bei den LehrerInnen noch ein großes Problem, schließlich gibt es zu wenig Ausbildungsplätze für PädagogInnen. Jetzt soll mit Pensionierungen das Budgetloch saniert werden.
Ohne ein neues Dienstrecht für LehrerInnen wird sich die Finanzlage im Unterrichtsministerium aber immer wieder zuspitzen. "Für ein neues Dienstrecht bräuchte Unterrichtsministerin Schmied innovative Ideen und Durchsetzungskraft - beides fehlt", so Harald Walser, Bildungssprecher der Grünen.

Das österreichische Schulsystem ist deutlich teurer als der EU-Durchschnitt, liefert aber nur mittelmäßige Ergebnisse. Immer nur noch mehr Geld in ein marodes System zu pumpen, kann die Lösung nicht sein. "Wir brauchen dringendst ein völliges Umdenken in der Bildungspolitik. Wir müssen weg von der teuren und ineffektiven Selektion im Unterricht und hin zu einer gemeinsamen Schule, die Kinder als Individuen wahrnimmt und rechtzeitig fördert", so Walser weiter. Allein das pädagogisch sinnlose Wiederholen einer Klasse kostet die SteuerzahlerInnen Jahr für Jahr etwa 300 Millionen Euro. Diese Erkenntnisse sind nicht neu, daher lassen sie sich auch mit den alten Daten aus dem neuen Nationalen Bildungsbericht belegen.

Die Probleme sind bekannt, die Lösungen drängen sich auf. Immer neue Berichte und Studien abzuwarten, das Ergebnis öffentlich zu beklagen und keine aktiven Schritte zur Bewältigung der Bildungsungleichheit, der Budgetineffizienz und zur Leistungssteigerung zu setzen, stellt der Unterrichtsministerin ein denkbar schlechtes Zeugnis aus. "Schmied wird als Ministerin für Ankündigungen und Schulversuche in die Geschichte eingehen."

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