Schmied: Bildungswesen muss Stück für Stück verändert werden!

"Wirtschaft baut auf Bildung" - Diskussionsveranstaltung des Renner Instituts Wien, des Sozialdemokratische Wirtschaftsverbands Wien und der SPÖ-Mariahilf

Wien (SPW) - Zum Thema "Wirtschaft baut auf Bildung" diskutierten Dienstagabend im Haus der Chemiegewerkschaft in der Stumpergasse Bildungsministerin Dr. Claudia Schmied, die Leiterin der Bildungsabteilung in der AK Mag.a Gabriele Schmid, der Präsident des sozialdemokratischen Wirtschaftsverbands und Landtagsabgeordnete Fritz Strobl, der Bildungssprecher der SPÖ Wien und Landtagsabgeordnete Heinz Vettermann sowie der Referatsleiter für Bildungspolitik des ÖGB Ing. Alexander Prischl.****

In ihrem Beitrag hob Ministerin Schmied hervor, dass es ab September 2009 243 neue Mittelschulen geben werde, und dass somit über 20.000 Kinder von der neuen Situation profitieren würden. Außerdem hielt sie fest, dass ein grundsätzlicher Wandel des Bildungswesens nicht durch eine "große Reform" möglich sei, sondern, dass Stück für Stück Veränderungen herbeigeführt werden müssten.

Neben den bisher durchgeführten Reformen, wie der Senkung der Klassenschülerhöchstzahl und der Erhöhung der Anzahl an Lehrern, stellte Schmied zwei ihrer nächsten Projekte vor: Ein neues Dienstrecht für neue LehrerInnen mit attraktiverem Einstiegseinkommen und einer flacheren Verdienstkurve. Und weiters die gemeinsame Ausbildung für alle Lehrberufe: Schmied zeigte sich überzeugt, dass eine gemeinsame Lehrberufsausbildung etwaige Standesdünkel aufhebe. Als zusätzlichen Vorteil fügte sie an, dass dadurch auch die Ausbildung für QuereinsteigerInnen möglich sei. Inkludiert in der Ausbildung sollen aber auch die KindergartenpädagogInnen sein.

Landtagsabgeordneter Fritz Strobl wies in seinem Statement vor allem darauf hin, dass sich die Wirtschaft an den Versäumnissen in der Ausbildung stoße. So könne es nicht sein, dass ein Lehrling die Grundrechnungsarten nicht beherrsche. Außerdem äußerte er den Wunsch nach einem branchenbezogenen Entlastungsfonds, der die ausbildenden Klein- und Mittelbetriebe schützen soll, wenn diese Lehrlinge ausbilden, die dann im Anschluss abgeworben werden.

Zum Abschluss der Diskussion kündigte Ministerin Schmied noch an, ein Gütesiegel für Schulen einzuführen. Dieses sollen jene Schulen erhalten, die sich durch ihre Ganztagsbetreuung und das Programm für ihre SchülerInnen auszeichnen. Wichtigste Botschaft der Ministerin in diesem Zusammenhang: Dies geschehe unabhängig davon, ob es eine Schule des Bundes oder der Länder sei, denn diese Unterscheidung interessiere die Bevölkerung nicht. (Schluss)

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