2008 gab es fast so viele Katastrophen-Tote wie im Tsunami-Jahr

Das Rote Kreuz veröffentlicht heute den "World Disasters Report 2009"

Wien/Genf (Rotes Kreuz) - 242.662 Menschen kamen 2008 durch Katastrophen ums Leben. Das ist die zweithöchste Todesrate innerhalb der vergangenen zehn Jahre. Nur 2004 starben - aufgrund des Tsunami -mehr Personen, wie aus dem heute veröffentlichten "World Disasters Report" des Internationalen Roten Kreuzes hervorgeht.
Insgesamt gab es im vergangenen Jahr 326 Naturkatastrophen. Das ist zwar die geringste Anzahl seit 1999. Aber allein der Zyklon "Nargis" in Myanmar forderte im Mai 2008 138.000 Todesopfer. Das Erdbeben in Sichuan - ebenfalls im Mai - kostete mehr als 87.000 Menschen das Leben. Diese beiden Ereignisse sind für 93 Prozent aller Todesopfer verantwortlich.

"Neben den statistischen Daten liegt der Schwerpunkt des diesjährigen 'World Disasters Reports' auf der Katastrophenvorsorge", sagt Wolfgang Kopetzky, Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes. "Vorbereitung und Vorbeugemaßnahmen sind insbesondere in wirtschaftlich turbulenten Zeiten wichtig. Jeder in Prävention investierte Euro spart viele Euro Katastrophenhilfe. Viel wichtiger ist allerdings, dass ein funktionierendes Frühwarnsystem Menschenleben rettet."

Vorbereitung ist das Um und Auf im Vorfeld von Katastrophen. Durch rechtzeitige Warnung konnten sich etwa bei der Hurrikan-Serie in Haiti vergangenes Jahr tausende Personen in Sicherheit bringen. "Dennoch ist ein höheres Bewusstsein für die Wichtigkeit von Katastrophenvorsorge und Frühwarnsystemen dringend notwendig", so Kopetzky. "Vielerorts mangelt es an einfachen Dingen - wie Megafonen -, mit deren Hilfe die Betroffenen gewarnt und Leben gerettet werden können."

Das Österreichische Rote Kreuz führt sowohl in Pakistan als auch in Montenegro Projekte zur Katastrophenvorsorge durch. Dabei werden lokale Rotkreuz-Mitarbeiter geschult und Einsatzpläne für den Ernstfall vorbereitet.

Weitere Informationen finden Sie unter www.roteskreuz.at und www.ifrc.org

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