Neuer Finanzdirektor für die Diözese Linz

Der bisherige "Controller" der Diözese, Reinhold Prinz, wird ab 1. Jänner 2010 Finanzdirektor und Ökonom der Diözese - "Alles wirtschaftliche Tun der Kirche ist ein Dienst an der Seelsorge"

Linz, 14.06.2009 (KAP) Der Linzer Diözesanbischof Ludwig Schwarz hat Reinhold Prinz zum künftigen Finanzdirektor und Ökonomen der Diözese Linz stellt. Prinz wird die Funktionen mit 1. Jänner 2010 antreten, wie die Diözese am Samstag bekanntgab. Der 46-jährige Finanzfachmann ist seit 2007 "Controller" der Diözese. Seine Bestellung wurde auch von der Vollversammlung des diözesanen Wirtschaftsrates empfohlen.

"Eine meiner Aufgaben wird die verstärkte 'Bewusstmachung' sein, dass alles wirtschaftliche Tun in der Kirche ein Dienst für die Seelsorge ist und keinen Selbstzweck darstellen darf. Das Wort 'Dienstleistung' leitet sich ab von 'dienen' und darin sehe ich mein Hauptanliegen, alle pastoralen und seelsorglichen Einrichtungen in ihrer Arbeit zu unterstützen. Hier ist es mein Wunsch, Begonnenes meiner Vorgänger nachhaltig fortzuführen", sagte Prinz zu seiner Bestellung.

Prinz übernimmt mit 1. Jänner 2010 die Funktionen des bisherigen Finanzkammerdirektors Siegfried Primetshofer und des bisherigen Diözesanökonomen Alfred Tschandl. Als wesentliche Partner in der künftigen wirtschaftlichen Führung der Diözese sieht Prinz die Pfarren, "eine intensive Kommunikation mit ihnen ist mir ein großes Anliegen". Strategiegespräche mit sauberen Analysen, Maßnahmenplanung und Zielvereinbarungen erhöhten die Transparenz. Sie seien auch die Ausgangsbasis zur Schaffung neuer Finanz- und Wirtschaftsstrukturen in der Diözese.

Angesichts der nicht einfachen allgemeinen Wirtschaftslage sieht Prinz besondere Herausforderungen auf die Kirche, auch auf seine Diözese zukommen: "Die Verantwortlichen in der Seelsorge waren es bisher gewohnt, dass auch nach den bereits durchgeführten Strukturprozessen genügend Geld vorhanden war, um ihre Aufgaben zu erfüllen. Die Summe der Ausgaben wird aber in Zukunft mehr steigen als die Summe der Einnahmen". Der in Linz bereits begonnene Zukunftsprozess "Den Wandel gestalten" werde ein wesentliches Augenmerk auf aufgabengerechte Organisation und strategische Ausrichtung legen.

Kirchenmitglieder tragen die Kirche

Der künftige Finanzdirektor und Ökonom hebt weiter hervor, dass "die Kirche praktisch nur jene Möglichkeiten hat, die sie von und durch die Kirchenmitglieder erhält". Es seien die vielen Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher, die mit ihrem ehrenamtlichen Engagement und ihrem Kirchenbeitrag das Leben in den Pfarren und seelsorglichen Knotenpunkten in der Diözese gestalten und ermöglichen. "Gerade jetzt, wo es in unserer Gesellschaft in manchen Bereichen immer schwieriger wird, sind wir als Kirche aufgefordert, ein tragfähiges Netz zu bilden, damit niemand hinausfallen muss", so Prinz. Die Kirche sei daher "den Menschen, die diesen Weg der Kirche mitgehen und mittragen", zu Dank verpflichtet.

Prinz wurde am 21. November 1962 in Bad Großpertholz in Niederösterreich geboren. Er studierte Betriebswirtschaft und Betriebsinformatik/Informationsmanagement an der Universität in Linz. Bis 2007 war er in der Privatwirtschaft in mehreren Unternehmen als Controller und Finanzfachmann tätig, u.a. auch in einem international tätigen US-Konzern. Prinz ist verheiratet und hat einen Sohn. Er lebt mit seiner Familie in Pichl bei Wels.

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