Bures forciert LKW-Kontrollen - Ziel ist mehr Verkehrssicherheit

Ministerin stellt für LKW-Kontrollen der BAV eine Million Euro mehr bereit

Wien (BMVIT) - Im Jahr 2009 werden mehr LKW-Fahrzeugkontrollen als je zuvor durchgeführt: Verkehrsministerin Doris Bures konnte in den Budgetverhandlungen erreichen, dass die Bundesanstalt für Verkehr (BAV) mit ausreichend Budgetmitteln versorgt wird und mit 505 Einsatztagen im Jahr 2009 (Vergleich 2008: 455 Einsatztage) in der Lage ist, deutlich mehr Kontrollen durchzuführen als jemals zuvor. "Damit setzen wir einen weiteren wichtigen Schritt, um für mehr Verkehrssicherheit auf Österreichs Straßen zu sorgen", betonte Bures. ****

Der Anteil der Fahrzeuge mit schweren Mängeln und Mängeln, bei denen Gefahr im Verzug festgestellt wurde, ist im Vergleich zum Vorjahr um etwa 20 Prozent gestiegen (Vergleich 1. Quartal 2008/2009). Acht von zehn kontrollierte LKW haben schwerwiegende Mängel und jeder fünfte LKW ist in so desolatem Zustand, dass eine Weiterfahrt nicht mehr zugelassen wird.

"LKW sind nicht unverhältnismäßig häufiger in Unfälle verwickelt. Aber die Unfallfolgen sind bei schweren LKW leider unverhältnismäßig schwerer", betont Bures. "LKW und Busse mit schweren Mängeln stellen eine enorme Gefahr dar und müssen von der Straße, damit die anderen Verkehrsteilnehmer sicherer unterwegs sind", so Bures. Denn obwohl die LKW-Beteiligung an Verkehrsunfällen unter fünf Prozent liegt, beträgt der Anteil der getöteten Menschen bei Unfällen mit LKW-Beteiligung 16 Prozent, wie die neueste Verkehrsunfallstatistik zeigt. 2007: 13 Prozent (90 Getötete); 2008: 16,3 Prozent (111 Getötete). Anstieg 2007 auf 2008: plus 23,3 Prozent, plus 21 Tote.

Heuer werden von Seiten des BMVIT und der BAV 2,6 Millionen Euro in den Bereich der Fahrzeugprüfungen (BAV) investiert. Das ist um eine Million Euro mehr als im Jahr zuvor. Damit setzt Bures auch einen Punkt des Regierungsprogramms um: "Stärkere Kontrollen, insbesondere Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten, aber auch der Wochenendfahrverbote und Ladevorschriften. Zu diesem Zweck muss die Leistungsfähigkeit der BAV sichergestellt werden".

"Mit den LKW-Kontrollen von BAV, Ländern und Polizei, setzen wir wichtige Schritte für mehr Verkehrssicherheit", so Bures. Deshalb hat die Ministerin auch die Landeshauptleute in einem Brief dazu aufgerufen, prüfen zu lassen, an welchen Straßenbereichen ein LKW-Überholverbot zur Erhöhung der Verkehrssicherheit sinnvoll wäre.

Österreich hat international anerkanntes Prüfsystem

Mit seinem international anerkannten Fahrzeugprüfsystem liegt Österreich im EU-Vergleich im Spitzenfeld, sowohl in quantitativer als auch qualitativer Sicht. Die mobilen Fahrzeugkontrollen, welche die Bundesanstalt für Verkehr (BAV) durchführt, ermöglicht es an Ort und Stelle die Verkehrssicherheit von Fahrzeugen, die Einhaltung der Ladungsbestimmungen und der Lenk- und Ruhezeiten zu kontrollieren. Damit stellt sie einen wesentlichen Beitrag zur Hebung der Verkehrssicherheit dar. "Gemeinsam und in Ergänzung zu den Tätigkeiten der Polizei und der Bundesländer erbringen wir mit der Bundesanstalt für Verkehr alleine bereits rund ein Drittel der gesamten österreichischen Schwerpunkteinsätze im Bereich der technischen Unterwegskontrollen," unterstreicht Ministerin Bures die Bedeutung eines dichten Kontrollnetzes im Interesse der Sicherheit auf unseren Straßen. (Schluss)

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