Replik Rudolf Tucek auf BM Mitterlehner und Aufforderug zu konstruktivem Dialog

Wien (OTS) - Rudolf Tucek nimmt als Vizepräsident des SWVÖ und als Präsidiumsmitglied der ÖHV Bezug auf den am Dienstag, 09. Juni 2009 im Wirtschaftsblatt auf Seite 3 erschienen Artikel "Kritik der Hoteliervereinigung - oberflächlich" Stellung.

In dem Artikel wird Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner mit der Kritik an Aussagen von Präsident Schellhorn zitiert. Dieser hat im Rahmen einer Podiumsdiskussion in Salzburg Kritik dahingehend geäußert, dass die von der Politik zur Verfügung gestellten zusätzlichen 4. Mio. Werbebudget für die Österreich Werbung im Verhältnis zu anderen Unterstützungsmaßnahmen der Regierung (z.B. jener der Autobranche) als sehr gering anzusehen sind.

Weiters wird der Herr Bundesminister wie folgt zitiert:
... "Die Kritik ist oberflächlich und die Gegenüberstellung nicht richtig."...
..."Herr Schellhorn und Co wären gut beraten, wenn sie sich ansehen, wie viel der Staat für die Steuerreform in die Hand nimmt."...
... "wir tun unser Maximum"...
... "mehr Geld ist im Moment nicht da"...

Hiezu erlaube ich mir folgende Anmerkungen:

1) Es ist die Aufgabe des Präsidenten der Hoteliervereinigung unter anderem auch Kritik üben zu müssen. Diese Kritik ist daher berechtigt und im Kontext betrachtet jedenfalls nicht oberflächlich.

2) Der Herr Bundesminister darf versichert sein, dass mir als einer der "Co's" und auch einem Präsident Schellhorn nicht entgangen ist, "wieviel Geld der Staat für die Steuerreform in die Hand nimmt".

Hierzu eine prinzipielle Bemerkung: Der Staat sind allemal noch die Steuerzahler und die Politiker bestenfalls die Repräsentanten. Dieses falsche Selbstverständnis ist überhaupt erst die Ursache dafür, dass die geäußerte Kritik, als Kritik und nicht als konstruktiver Diskussionsbeitrag eines Branchenvertreters verstanden wird.

3) Am Ende der Belehrung bleibt wohl der einzig wahre Satz... "Mehr Geld ist im Moment nicht da".

4) Ob dies bereits das Maximum ist, was die Politik an Tourismusunterstützung leisten könnte - darf stark bezweifelt werden.

5) Wenn ich meinerseits eine Empfehlung abgeben dürfte, würde ich zu einer konstruktiven Auseinandersetzung mit den Forderungen und Programmen des SWVÖ und der ÖHV raten.

Rudolf Tucek

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Vienna International Hotelmanagement AG
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