Kein Alkoholverbot im MQ

Wien (OTS) - Stellungnahme zum angeblichen Alkoholverbot im MQ und den Richtlinien
Zu den zahlreichen und zum Teil auf Missverständnissen beruhenden Reaktionen zum Thema "Sicherheit im MQ" möchte die MuseumsQuartier Errichtungs- und Betriebs GmbH (MQ E+B GmbH) ergänzend festhalten:

1) Das MQ ist rechtlich gesehen Privatgrund mit öffentlichem Durchgangsrecht und die MuseumsQuartier Errichtungs- und Betriebsgesellschaft ist als Verwalterin verpflichtet (Verkehrssicherungspflicht), jene Sicherheitsmaßnahmen zu setzen, die eine gefahrlose Benutzung der Außenflächen gewährleistet (Reinigung, Instandhaltung etc. ) und eine Gefährdung der BenutzerInnen durch andere BesucherInnen (z.b. durch Randalierer, Betrunkene etc.) abwendet. 2) Im MQ gibt es 9 Gastronomie-Einrichtungen und Gastgärten, um die Versorgung der immer größer werdenden Zahl an BesucherInnen mit Speisen & Getränken sicherzustellen. Damit auch außerhalb der Gastgärten Getränke konsumiert werden können, wird seit Jahren in den Gastronomie-Betrieben ein Mehrwegbecher-System verwendet, welches sicherstellt, dass es im Areal zu keinen Verletzungen - zb. durch Scherben - kommt - bzw. die Kosten für die Becher- Entsorgung teilweise selbst finanziert werden. Das heißt, es gab nie ein Alkoholverbot im MQ und es gibt auch weiterhin kein Alkoholverbot! 3) Seit Beginn der diesjährigen Sommersaison haben die Probleme im Zusammenhang mit exzessivem Alkoholkonsum durch in großen Mengen mitgebrachte Alkoholika bzw. illegal am Areal verkaufte alkoholische Getränke stark zugenommen - speziell nach Schließung der Gastgärten um 24h in den Nacht- und Morgenstunden. Die daraus resultierenden Kosten für Müllabfuhr, Reinigung, Vandalismusschäden, müssen letztendlich aus Steuergeldern bezahlt werden. 4) Die MQ E+B wurde auch von der Polizei sowie anderen MQ- BesucherInnen und Anrainern aufgefordert, ihrer Verpflichtung zur Setzung von vorbeugenden Sicherheitsmaßnahmen nachzukommen und erfüllt diese unter anderem durch das grundsätzliche Verbot des Konsumierens von mitgebrachten alkoholischen Getränken wie dies auch in zahlreichen anderen öffentlich zugänglichen Wiener Einrichtungen üblich ist und praktiziert wird. Die MQ E+B bittet um Verständnis, dass ihre SicherheitsmitarbeiterInnen angewiesen wurden, insbesondere gegen jene Personen einzuschreiten, die in signifikanter Weise gegen diese Regelung verstoßen. 5) Die Maßnahme dient einzig und allein dazu, Exzesse und daraus resultierende Folgeschäden und Kosten für die Steuerzahler zu vermeiden und stehen in keiner Weise in Zusammenhang mit angeblichen Umsatzsteigerungen in den Gastronomie-Betrieben. Es handelt sich um eine auch in anderen Wiener Kultur- und Freizeitarealen übliche und umgesetzte Sicherheitsmaßnahme. 6) Die MQ E&B sorgt seit Jahren für Gratis-Kulturprogramme in den MQ Höfen (Lesungen, DJ-Lines, Sommerkino etc.) und will dies nach Maßgabe des dafür vorhandenen Budgets auch weiterhin tun. Selbstverständlich ist es und wird es BesucherInnen auch weiterhin erlaubt sein, Speisen und Getränke mitzubringen und im Areal zu konsumieren. Es besteht kein Konsumzwang im MuseumsQuartier. 7) Seit der Eröffnung des MQ im Jahr 2001 besteht auch bereits ein generelles Verbot von Fahrradfahren, Inline Skaten oder Skateboarden im MQ-Areal. Da es immer häufiger zu Unfällen mit Personenschäden (auch mit Kindern) kommt, sieht sich die MQ E+B aus Haftungsgründen gezwungen, auch auf diese Regelung in Zukunft verstärkt durch ihre SicherheitsmitarbeiterInnen aufmerksam zu machen. 8) Was das Musizieren im MQ betrifft, gibt es mit den Behörden seit Jahren ein klare Regelung: Musikveranstaltungen- und - darbietungen dürfen im MQ-Areal nur in begrenzter Anzahl pro Jahr stattfinden, da sich im MQ ja auch zahlreiche private Wohnungen befinden - ebenso dürfen die Gastronomie-Betriebe keine Live-Musik in ihren Gastgärten spielen (Behördenauflage! - Ausnahme sind die sogenannten DJ Lines "Weekend Sounds"); das gleich gilt für "Ghetto-Blaster-Beschallung" durch einzelne MQ BesucherInnen im Hof, die durch dieses Verhalten die anderen BesucherInnen stören.

Für weitere Informationen zu diesem Thema steht Ihnen Mag. Irene Preißler, ipreissler@mqw.at von der MuseumsQuartier Errichtungs- und Betriebsgesellschaft gerne zur Verfügung.

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Mag. Irene Preißler,
ipreissler@mqw.at
MuseumsQuartier Errichtungs- und Betriebsgesellschaft gerne zur Verfügung.

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